CEO Alex Karp teilt öffentlich gegen KI-Konkurrenten aus. Der Markt reagiert nervös. Am Mittwoch verlor das Papier 5,36 Prozent auf 111,28 Euro. Damit endet die jüngste Erholungsrally abrupt.

Harte Worte gegen Rivalen

Karp nutzte ein Fernsehinterview für deutliche Kritik. Er griff Entwickler von Basis-KI-Modellen wie OpenAI und Anthropic frontal an. Unternehmenskunden seien mit deren Leistung unzufrieden. Sie würden für wertlose Token bezahlen. Diese Firmen würden ihren Kunden schlichtweg Werte stehlen. Ein harter Vorwurf.

Die Aussagen provozieren Widerspruch. Branchenbeobachter weisen Karps Darstellung scharf zurück. Der verbale Schlagabtausch verdeutlicht eine wachsende Rivalität. Palantir und die KI-Labore kämpfen verbissen um die Budgets der Großkunden.

Nvidia-Pakt brachte Milliarden

Vor dem aktuellen Rücksetzer feierten Anleger noch Erfolge. Am 1. Juli trieb eine neue Partnerschaft mit Nvidia den Kurs um neun Prozent nach oben. An nur einem Handelstag gewann Palantir fast 22 Milliarden US-Dollar an Börsenwert.

Das Bündnis hat ein klares Ziel. Palantir baut sichere KI-Systeme für US-Behörden und Verbündete. Dafür integriert das Softwareunternehmen die offenen Nemotron-Modelle von Nvidia. Passend dazu wählte die US-Armee Palantir als Datenplattform für ihr Modernisierungsprogramm NGC2.

Teuer bezahltes Wachstum

Trotz der jüngsten Deals bleibt das Chartbild angespannt. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 22 Prozent auf der Kurstafel. Ende Juni markierte die Aktie bei 93,30 Euro sogar ein neues Jahrestief.

Operativ wächst das Geschäft kräftig. Der Umsatz sprang zuletzt um 85 Prozent nach oben. Das Management hob die Jahresprognose auf rund 7,6 Milliarden US-Dollar an. Die extrem hohe Bewertung bleibt jedoch das Hauptproblem. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei satten 145.

Gewinnmitnahmen und die aggressiven CEO-Aussagen belasten den Kurs kurzfristig. Der nächste Quartalsbericht muss nun handfeste Zahlen liefern. Nur ein fehlerfreies Quartal kann diese massive Bewertung rechtfertigen.