Peter Thiel hat im vierten Quartal 2025 sämtliche Aktienpositionen seines Hedgefonds Thiel Macro liquidiert — darunter Nvidia, Tesla, Microsoft und Apple. Das Ergebnis: null öffentlich gehandelte Beteiligungen zum Jahreswechsel, rund 74 Millionen Dollar in Cash umgewandelt. Bemerkenswert ist, dass Thiel als Mitgründer von Palantir eine substanzielle persönliche Beteiligung am Unternehmen hält — seinen Fonds hat er trotzdem vollständig aus dem Markt gezogen.
Gegenläufige Signale
Während Thiel Macro den Rückzug antrat, kaufte ARK Invest in derselben Periode. Cathie Woods Fonds erwarb vergangene Woche 85.485 Palantir-Aktien über fünf ETFs — ein Gesamtvolumen von rund 11 Millionen Dollar. ARK trimmt dabei parallel seine AMD-Position, was auf eine bewusste Umschichtung von Chip-Hardware hin zu KI-Softwareplattformen hindeutet. Wood handelt die Position aktiv: Stärke wird genutzt, um zu verkaufen, Schwäche zum Nachkaufen.
Auf Insider-Ebene sieht das Bild anders aus. In den vergangenen drei Monaten wurden Aktien im Wert von 432,9 Millionen Dollar von Insidern verkauft — Käufe: keine einzigen.
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Bewertung ohne Sicherheitsnetz
Die Aktie verlor vergangene Woche knapp 14 Prozent — der schlechteste Wochenwert seit einem Jahr. Montag folgte eine Erholung von 3,3 Prozent, ausgelöst durch Trumps Ankündigung, der Iran habe Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Zuvor hatten Berichte über mögliche US-Maßnahmen zur Blockade der Straße von Hormus den Kurs belastet. Seit Jahresbeginn steht die Aktie dennoch mit rund 21 Prozent im Minus.
Die Bewertung bleibt das zentrale Spannungsfeld. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 203 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 68 lassen keinen Spielraum für Fehler. Dabei liefern die Fundamentaldaten durchaus Substanz: Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar, das US-Kommerzgeschäft legte um 137 Prozent zu. Für 2026 peilt Palantir einen Umsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar an — ein weiteres Wachstum von rund 61 Prozent.
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Geopolitik als Risikofaktor
Mehr als die Hälfte des US-Umsatzes stammt von Regierungskunden — Pentagon und Einwanderungsbehörde ICE eingeschlossen. Das Maven Smart System, Palantirs KI-Plattform zur Zielerfassung, wird laut Berichten vom US-Militär im Nahen Osten eingesetzt. Diese Abhängigkeit macht den Kurs anfällig für geopolitische Schlagzeilen, wie die vergangene Woche eindrücklich gezeigt hat.
Hinzu kommt die offene Frage rund um Anthropic: CEO Alex Karp kündigte gegenüber CNBC an, die Modelle des KI-Unternehmens „schrittweise auszumustern“ — vollzogen hat er diesen Schritt bislang nicht. Wie sich Palantirs Wettbewerbsposition gegenüber Anthropic entwickelt, dürfte die Kursbewegungen kurzfristig mitbestimmen. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 erscheinen im Mai — dann wird sich zeigen, ob das Kommerzgeschäft das Tempo hält, das die aktuelle Bewertung einpreist.
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