Palantir Aktie: Verlust trifft Lager

Die Palantir-Aktie verzeichnet deutliche Verluste, während prominente Investoren gegensätzliche Positionen einnehmen. Die hohe Bewertung bleibt ein zentraler Streitpunkt unter Analysten.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Starke Kursverluste von rund 14 Prozent
  • Cathie Wood kauft nach, Michael Burry hält Puts
  • Bewertung bleibt extrem hoch trotz Korrektur
  • Analysten uneins über Regierungsgeschäft und KI-Konkurrenz

Die schlimmste Handelswoche des laufenden Jahres liegt hinter Palantir — und sie offenbart, wie gespalten das Lager der Investoren ist. Rund 14 Prozent verlor die Aktie bis zum 12. April 2026, während Donald Trump das Unternehmen öffentlich für seine Verteidigungstechnologien lobte. Kurs und Schlagzeile liefen in entgegengesetzte Richtungen.

Zwei Lager, eine Aktie

Cathie Wood nutzte den Rücksetzer für einen gezielten Zukauf: ARK Invest erwarb am 11. April insgesamt 85.485 Aktien im Wert von rund 11,15 Millionen US-Dollar und baute die Gesamtposition auf über 283 Millionen US-Dollar aus. Gleichzeitig trennte sich ARK von AMD-Anteilen im ähnlichen Umfang — ein klares Zeichen, wohin Wood das Kapital umschichtet.

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Michael Burry sieht das fundamental anders. Er hält weiterhin Put-Optionen mit Basispreisen von 50 US-Dollar (fällig Juni 2027) und 100 US-Dollar (fällig Dezember 2026). Seine These: Der KI-Konkurrent Anthropic, der inzwischen eine jährliche Umsatzrate von 30 Milliarden US-Dollar erreicht hat, entziehe Palantir zunehmend Marktanteile.

Bewertung als Knackpunkt

Das KGV liegt je nach Berechnungsmethode zwischen 100 und 235 — weit über dem Branchendurchschnitt von rund 20. Immerhin: Das Forward-KGV rutschte durch die jüngsten Kursverluste erstmals seit einem Jahr unter die 110er-Marke auf etwa 109. Benchmark stuft die Aktie deshalb als „Hold“ ein und argumentiert, dass die aktuelle Bewertung ein jährliches Umsatzwachstum von 60 bis 70 Prozent voraussetze.

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Rosenblatt und Wedbush sehen das anders. Rosenblatt nennt ein Kursziel von 200 US-Dollar, Wedbush-Analyst Dan Ives sogar 230 US-Dollar. Als Argument dient das Regierungsgeschäft: 2024 erzielte Palantir 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz mit US-Behörden. Das Maven Smart System wird aktuell in militärischen Operationen im Nahen Osten eingesetzt, und das geplante Raketenabwehrprojekt „Golden Dome“ könnte laut Rosenblatt einen Mehrwert von mehreren Milliarden US-Dollar bedeuten.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 20 Prozent verloren. Die Quartalsergebnisse für Q1 2026 werden in der ersten Maiwoche erwartet — dann wird sich zeigen, ob das Wachstumstempo die hohe Bewertung rechtfertigt. Bis dahin verlängerte Palantir immerhin die Partnerschaft mit Stellantis um weitere fünf Jahre.

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