Pandora Aktie: Nordamerika bricht ein

Der Schmuckhersteller Pandora verpasst seine Prognose für 2025. Besonders das vierte Quartal war von einem deutlichen Einbruch in Nordamerika und sinkenden Margen geprägt.

Pandora Aktie
Kurz & knapp:
  • Organisches Wachstum unterhalb der Zielvorgabe
  • Starker Umsatzrückgang in Nordamerika und Europa
  • Operativer Gewinn und Marge unter Druck
  • Neue CEO kündigt strategische Neuausrichtung an

Der dänische Schmuckhersteller Pandora hat seine Wachstumsprognose für 2025 verfehlt. Das organische Wachstum erreichte lediglich 6 Prozent – und lag damit unter der ursprünglichen Zielspanne von 7 bis 8 Prozent. Besonders schmerzhaft: Das vierte Quartal offenbarte eine dramatische Schwäche in Nordamerika, wo die Konsumentenstimmung massiv einbrach.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im Schlussquartal 2025 stieg der Umsatz nur noch um magere 4 Prozent organisch. Das vergleichbare Flächenwachstum lag bei null Prozent – ein Warnsignal. Der Gesamtumsatz im vierten Quartal belief sich auf 11,9 Milliarden Dänische Kronen, minimal unter den 12 Milliarden des Vorjahres. Die operative Marge rutschte von 34,7 auf rund 33,5 Prozent.

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Wo sind die Kunden geblieben?

Nordamerika entwickelte sich zum Problemmarkt. Im vierten Quartal verzeichnete die Region lediglich 2 Prozent Flächenwachstum. November und Dezember – traditionell die entscheidenden Monate im Schmuckgeschäft – enttäuschten massiv. Die Kundenfrequenz in den Läden brach ein, getrieben von einer schwachen Konsumentenstimmung.

Auch in Europa zeigten sich Risse. Die Region EMEA verzeichnete einen Rückgang von 1 Prozent auf vergleichbarer Fläche. Während Spanien, Polen und Portugal stark wuchsen, belasteten Italien, Deutschland und Großbritannien das Gesamtbild. In Italien wirken erste Gegenmaßnahmen noch nicht spürbar. Asien-Pazifik legte 2 Prozent zu, Lateinamerika stürzte um 7 Prozent ab.

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Margen unter Druck

Das Gesamtjahr 2025 schloss Pandora mit einem Umsatz von 32,5 Milliarden Kronen ab – ein Plus gegenüber den 31,7 Milliarden von 2024. Der operative Gewinn sank jedoch von 8,0 auf 7,8 Milliarden Kronen. Die EBIT-Marge landete bei rund 24 Prozent, was der Prognose entsprach. Doch dahinter verbirgt sich ein hartes Ringen: Steigende Rohstoffkosten, ungünstige Wechselkurse und Zölle fraßen die Profitabilität auf. Nur durch starke Bruttomargen und eiserne Kostendisziplin konnte das Unternehmen schlimmeres verhindern.

Die neue Konzernchefin Berta de Pablos-Barbier, seit dem 1. Januar 2026 im Amt, kündigte für den 5. Februar strategische Prioritäten an. Im Fokus: die Reduzierung der Rohstoffabhängigkeit durch kreative Innovation. Die Börse reagierte skeptisch – die Aktie verlor am 9. Januar rund 5 Prozent an Wert.

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Über Dr. Robert Sasse 1200 Artikel

Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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