Pandora schlägt ein neues Kapitel auf. Mit der Plattform „Pandora Wonders“ startet der dänische Schmuckgigant heute in Paris eine kreative Offensive. Jährliche Kooperationen mit einflussreichen Designern sollen die Marke neu positionieren und zusätzliche Käuferschichten erschließen.
Die erste Kollektion „Act I“ feiert heute ihre Premiere während der Haute Couture Week. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Designer Harry Lambert. Die Stücke setzen auf Barockperlen und Goldplattierungen. Das Management will so den Spielraum bei Materialien und Designs erweitern.
Abkehr vom reinen Silber-Fokus
Parallel zu den Design-Experimenten baut Pandora das Sortiment strategisch um. Der Konzern führt verstärkt platinierte Schmuckstücke ein. Diese Maßnahme dient vor allem der Risikominimierung. Das Unternehmen will die starke Abhängigkeit vom Silberpreis reduzieren.
Zuletzt belasteten schwankende Rohstoffkosten die Profitabilität. Ein Testlauf für platinierte Produkte in den Niederlanden verzögerte sich zwar aufgrund von Zertifizierungsfragen. Laut Management hat dies jedoch keine Auswirkungen auf den globalen Zeitplan für den Rollout.
Die Aktie kletterte innerhalb von 30 Tagen um rund 26 Prozent auf 101,85 Euro. Damit setzte das Papier zu einer deutlichen Erholung an. Dennoch bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch aus dem vergangenen August mit rund 30 Prozent beträchtlich.
Regionale Diskrepanzen im Wachstum
Das operative Geschäft lieferte zuletzt ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal stieg der Umsatz organisch um zwei Prozent. Auf vergleichbarer Fläche stagnierten die Erlöse jedoch. Die regionalen Unterschiede fielen dabei deutlich aus.
Während Lateinamerika und der asiatisch-pazifische Raum zweistellige Zuwächse verzeichneten, schwächelte der Markt in Nordamerika. Dort ging der Umsatz leicht zurück. Ein gedämpftes Konsumklima bremste die Nachfrage im wichtigsten Einzelmarkt.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt die Führungsetage bei ihrer bisherigen Prognose. Der Vorstand erwartet ein organisches Umsatzwachstum zwischen minus eins und plus zwei Prozent. Die operative Marge (EBIT) soll in einer Spanne von 21 bis 22 Prozent landen.
Anleger können sich auf eine höhere Ausschüttung einstellen. Die geplante Dividende steigt um zehn Prozent auf 22 dänische Kronen je Aktie. Das entspricht einer Gesamtsumme von etwa 1,6 Milliarden Kronen. Neue Aktienrückkäufe stellt das Unternehmen erst in Aussicht, wenn der Materialwechsel bei den Produkten weiter fortgeschritten ist.
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