Mitgründer Fredy Gantner nennt es eine „massive Überreaktion“. Das Management der Partners Group geht nach Wochen turbulenter Kursverluste in die Gegenoffensive — mit Insiderkäufen, mehr Transparenz und rechtlichen Schritten gegen Leerverkäufer.
Insiderkäufe als Vertrauenssignal
Das Signal ist unmissverständlich: Das Management kaufte zuletzt eigene Aktien im Gesamtwert von über 20 Millionen CHF. Gantner räumte ein, dass die bisherige Kommunikation den Marktentwicklungen nicht gerecht wurde. Das soll sich ändern.
An den Wachstumszielen hält der Schweizer Asset Manager fest. Für 2026 erwartet Partners Group Bruttoneugeldzuflüsse zwischen 26 und 32 Milliarden USD. Die operative Basis sei stabil, betonte Gantner — kurzfristige Marktschwankungen gefährdeten die Ziele nicht.
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Warum die Aktie abstürzte
Auslöser der Kurskrise war der 3. Juni 2026. An diesem Tag musste Partners Group Rücknahmen bei einem offenen Evergreen-Fonds begrenzen. Der Fonds verwaltet 8,6 Milliarden USD. Die vierteljährlichen Rücknahmen wurden auf das Limit von 5 Prozent gedeckelt — etwas mehr als die Hälfte der Anträge blieb unerfüllt.
Gantner sieht darin kein hausgemachtes Problem. Er verweist auf geopolitische Spannungen als externen Druckfaktor. Den kritischen Bericht des Shortsellers Grizzly Research wies er als unbegründet zurück. Rechtliche Schritte laufen bereits.
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Kursbild bleibt angespannt
Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 783,00 Euro — ein Minus von 28,30 Prozent seit Jahresbeginn. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie 13,04 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 1.213,50 Euro klafft ein Abstand von mehr als 35 Prozent.
Der RSI liegt bei 27,7 — technisch klar überverkauft. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 57,43 Prozent zeigt, wie nervös der Markt bleibt. Kein Wunder, dass Insiderkäufe und neue Kommunikationsversprechen bislang keine Trendwende ausgelöst haben.
Entscheidend wird sein, ob die Neugeldzuflüsse im weiteren Jahresverlauf das Ziel von bis zu 32 Milliarden USD bestätigen. Gelingt das, erhält Gantners These von der Überreaktion eine belastbare Grundlage. Bis dahin reagiert die Aktie sensibel auf jede neue Meldung aus dem Sektor der alternativen Investments.
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