Die Skepsis rund um die Partners Group wächst. Gleich zwei Analystenhäuser haben ihre Einschätzungen nach unten korrigiert. Der Grund liegt tief in der Struktur des Unternehmens. Die offenen Evergreen-Fonds bereiten dem Markt zunehmend Bauchschmerzen.
Neue Kursziele belasten
Rothschild & Co. Redburn senkte am Dienstag das Kursziel. Die Experten bestätigten die Einstufung auf „Neutral“. Einen Tag zuvor reagierte bereits Oddo BHF. Die Bank strich ihre Kaufempfehlung. Sie stufte das Papier auf „Neutral“ ab und rief 920 Franken als neues Ziel aus.
Am Markt hinterlassen diese Signale tiefe Spuren. Die Aktie notiert aktuell bei 764,00 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 30 Prozent. Damit bewegt sich der Kurs gefährlich nah am jüngsten Jahrestief von 733,00 Euro.
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Abflüsse bremsen das Wachstum
Eine aktuelle Debatte über Mittelabflüsse sorgt für Nervosität. Partners Group veröffentlichte dazu Anfang Juni eine Stellungnahme. Das Management wollte die Unsicherheit rund um die Evergreen-Fonds eindämmen. Allerdings offenbaren die Details eine Wachstumsbremse.
Diese speziellen Fonds erlauben Investoren, ihr Geld flexibler abzuziehen. Zwar übertreffen die neuen Kundengelder im ersten Halbjahr noch die Abflüsse. In der zweiten Jahreshälfte rechnet der Konzern jedoch mit Gegenwind.
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Die Rückgaben dürften das Netto-Wachstum der verwalteten Vermögen spürbar dämpfen. Der Vorstand erwartet einen negativen Effekt von ein bis zwei Prozentpunkten. Ähnliches plant das Management für das Jahr 2027 ein. Kein Wunder. Genau diese verwalteten Vermögen bilden die Basis für künftige Gebühreneinnahmen.
Blick auf die nächsten Zahlen
Trotz der Dämpfer hält das Unternehmen an seinen Jahreszielen fest. Der Konzern peilt für 2026 neue Kundengelder zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar an.
Am 15. Juli veröffentlicht Partners Group die neuen Daten zu den verwalteten Vermögen. Der vollständige Halbjahresbericht folgt am 1. September. Diese Termine liefern die nächsten harten Fakten zur tatsächlichen Liquiditätslage.
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