Die Partners Group bringt Breitling auf den US-Immobilienmarkt. Der Schweizer Vermögensverwalter plant einen 70-stöckigen Luxus-Turm im Zentrum von Miami. Das Großprojekt vernetzt das eigene Portfolio auf clevere Weise. An der Börse verpufft die Nachricht indes völlig.

Breitling-Branding in Florida

Der Konzern investiert rund 220 Millionen US-Dollar in das Brickell-Viertel. Dort entsteht ein neues Flaggschiff-Gebäude für Superreiche. Der Turm soll 300 exklusive Eigentumswohnungen umfassen. Dazu gehören Penthouse-Einheiten mit privaten Pools und ein zweistöckiger Club. Dachpools und ein eigenes Fitnessstudio runden das Angebot ab.

Das Besondere an der Strategie ist die interne Umsetzung. Die Partners Group nutzt konsequent ihre eigenen Tochtergesellschaften. Die Empira Group übernimmt die gesamte Immobilienentwicklung. Diesen Wohnspezialisten kaufte der Vermögensverwalter im Jahr 2025. Breitling liefert den Namen für das Prestige-Objekt. Die Zuger kontrollieren den Uhrenhersteller seit Ende 2022. Mit dem Projekt positioniert sich die Marke erstmals im US-Markt für Markenresidenzen.

Aktie im überverkauften Bereich

Trotz der operativen Fortschritte steht das Wertpapier massiv unter Druck. Die Partners Group Aktie notiert am Montag bei 710,60 Euro. Damit verliert der Titel seit Jahresbeginn knapp 35 Prozent an Wert. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt beachtliche 29 Prozent.

Die Talfahrt führte den Kurs kürzlich auf ein neues Jahrestief. Dieses markierte die Aktie im Juni bei 686,80 Euro. Mittlerweile signalisiert der Relative-Stärke-Index einen Wert von 25,9. Das Papier gilt damit technisch als stark überverkauft. Zuletzt drückten hohe Rücknahmequoten bei Evergreen-Fonds die allgemeine Stimmung.

Bis zur Eröffnung des Turms vergeht noch viel Zeit. Die Bauarbeiten in Florida beginnen Ende 2028. Die Fertigstellung visiert das Management für das Jahr 2031 an. Das Projekt diversifiziert das Portfolio geografisch. Kurzfristig belastet das schwierige Marktumfeld für Privatmarktanlagen den Kurs aber weiter.