Ein offizielles Dementi soll die Wogen glätten. Der Schweizer Asset-Manager Partners Group wehrt sich vehement gegen Gerüchte über drohende Liquiditätsengpässe. Zuvor hatten Spekulationen über das Einfrieren von Fonds den Aktienkurs massiv belastet.
Keine neuen Hürden
Anfang Juni begrenzte das Unternehmen die Rückgaben für einen milliardenschweren Private-Equity-Fonds. Dieser Schritt sorgte am Markt für erhebliche Unruhe. Ein Sprecher stellte nun klar, dass das Management keine neuen Hürden für die Evergreen-Strukturen plant. Die Portfolios verfügen laut Firmenangaben über ausreichende Liquiditätspuffer.
Der Leerverkäufer Grizzly Research wirft dem Konzern eine Überbewertung seiner Vermögenswerte vor. Die Folge: massive Kursverluste. Partners Group weist diese Anschuldigungen als substanzlos zurück. Um die eigene Stabilität zu beweisen, verweist das Management auf die operative Leistung. Die betroffenen Fonds haben ihren Wert seit Auflegung verfünffacht. Insgesamt verwaltet das Unternehmen mehr als 185 Milliarden US-Dollar.
Tiefer Fall und hohe Rendite
An der Börse hinterlässt der Konflikt tiefe Spuren. Seit Jahresbeginn brach der Kurs um fast ein Drittel ein. Am Freitag schloss das Papier bei 767,00 Euro. Damit notiert die Aktie in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief.
Charttechnisch gilt der Titel mit einem RSI-Wert von 28,7 als überverkauft. Für einkommensorientierte Investoren ergibt sich durch den Preisverfall eine Besonderheit. Analysten erwarten für 2026 eine Dividendenrendite von 6,62 Prozent. Das ist der Spitzenwert im Schweizer Leitindex SLI.
Die Auszahlung dieser hohen Rendite ist an eine klare Bedingung geknüpft. Das Management muss das Vertrauen in die Liquiditätssteuerung dauerhaft wiederherstellen. Die Führungsebene gibt sich derweil zuversichtlich und bestätigt die bestehende Finanzprognose. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern erneut mit Ausschüttungen von rund 15 Prozent.
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