Der Schweizer Asset Manager Partners Group reagiert auf die jüngste Skepsis der Investoren mit einem deutlichen Strategieschwenk. Statt weiter stark auf Software-Dienstleistungen zu setzen, schichtet das Unternehmen massiv in die physische Infrastruktur für Künstliche Intelligenz um.
Raus aus Software, rein in Stromnetze
Nach dem Kursrücksetzer infolge der Jahresergebnisse 2025 konkretisiert das Management nun die internen Umschichtungen. Das Exposure im Bereich Software-Dienstleistungen wurde drastisch reduziert und liegt mittlerweile bei weniger als der Hälfte des Branchendurchschnitts.
Das frei werdende Kapital verlagert die Partners Group in die essenzielle Infrastruktur hinter dem KI-Boom. Investitionen in Energieerzeugung und Stromnetze stehen dabei im Vordergrund. Der rasant steigende Energiebedarf globaler Rechenzentren bietet aus Sicht des Unternehmens einen verlässlichen, langfristigen Wachstumstreiber, um sich vom breiteren Markt abzuheben.
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Aktienrückkäufe gegen den Bewertungsabschlag
Parallel zur Neuausrichtung des Portfolios greift der Konzern bei der Kapitalallokation ein. Das an der Londoner Börse gelistete Investment-Vehikel Partners Group Private Equity Limited (PEY) leidet unter einem erheblichen Abschlag des Aktienkurses gegenüber dem Nettoinventarwert (NAV) von über 30 Prozent.
Als Gegenmaßnahme startete am gestrigen Mittwoch ein neues Aktienrückkaufprogramm. Unter Einbeziehung verbliebener Mittel aus dem Vorjahr beläuft sich das Gesamtvolumen auf 19,6 Millionen Euro. Finanziert wird der Schritt primär aus dem freien Cashflow. Allein zum Auftakt der bis Juli laufenden Maßnahme wurden 75.000 Aktien über den Markt erworben.
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Stabile Zuflüsse stützen Langfristziele
Operativ zeigt sich das Geschäft trotz des volatilen Umfelds für Private-Market-Anbieter robust. Die verwalteten Vermögenswerte stiegen zum Jahreswechsel auf 185 Milliarden US-Dollar, getragen vor allem von Evergreen-Fonds und maßgeschneiderten Mandaten. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einer Bruttonachfrage zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar.
Allerdings dämpfen Vorzieheffekte aus dem Vorjahr die kurzfristigen Gewinnaussichten. Die Performance-Einnahmen dürften 2026 lediglich am unteren Ende der Zielspanne von 25 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes landen. Der Schwenk zur physischen KI-Infrastruktur dient nun als strategisches Fundament, um das übergeordnete Ziel zu erreichen: Bis zum Jahr 2033 sollen die verwalteten Vermögenswerte auf 450 Milliarden US-Dollar anwachsen.
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