Zwanzig Milliarden Franken Börsenwert haben sich in zwölf Monaten in Luft aufgelöst. Jetzt reicht es der Führungsebene der Partners Group. Mitgründer Fredy Gantner geht in die Offensive und nennt den jüngsten Kurssturz eine massive Überreaktion. Das Management lässt Worten Taten folgen.
Gantner und weitere Geschäftsführer greifen tief in die eigene Tasche. Sie kauften Aktien für über 20 Millionen Franken. Damit wollen sie das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen.
An der Börse herrscht aktuell Panik. Nach einem Wochenminus von gut 14 Prozent rutschte die Aktie auf 774,00 Euro ab. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mittlerweile mehr als 36 Prozent. Technisch gilt das Papier derzeit als extrem überverkauft.
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Stabile Ziele im Krisenmodus
Operativ läuft es bei den Schweizern deutlich besser als am Aktienmarkt. Das Unternehmen verweist auf ein operatives Rekordjahr. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand neue Kundengelder von bis zu 32 Milliarden US-Dollar.
Gantner sieht in der aktuellen Kurschwäche eine fundamentale Absicherung. Er verweist dabei auf eine erwartete Dividendenrendite von rund sieben Prozent. Das operative Fundament steht also im starken Kontrast zur miesen Marktstimmung.
Sektor unter Druck
Die Skepsis der Investoren trifft die gesamte Private-Equity-Branche. Geopolitische Spannungen belasten das Marktumfeld massiv. Die Folge: Liquiditätssorgen nehmen zu.
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Der US-Rivale Blackstone spürt den Rückzug der Anleger bereits deutlich. Der 79 Milliarden Dollar schwere Blackstone Private Credit Fund hat die Auszahlungen für das zweite Quartal 2026 begrenzt. Investoren hatten zuvor Rückgaben von etwa zehn Prozent des Fondsvolumens gefordert.
Experten wie Daniel Ivascyn von Pimco warnen bereits. Sie befürchten den ersten großen Ausfallzyklus im Kreditsektor seit Jahren. Das befeuert die Risikoaversion der Anleger weiter.
Analysten bewerten die Lage der Partners Group unterschiedlich. Oddo BHF senkte zuletzt die Einstufung für das Papier. Im Durchschnitt sehen Marktbeobachter das Kursziel jedoch weiterhin bei rund 1.140 Euro. Den nächsten harten Fakten-Check liefert der Finanzkalender. Am 1. September 2026 veröffentlicht die Partners Group ihre Bilanz für das zweite Quartal.
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