Partners Group Aktie: Gantner kauft für 20 Millionen Franken

Partners-Group-Gründer Fredy Gantner bezeichnet den massiven Kursverlust als übertrieben und verweist auf operative Stärke sowie eigene Aktienkäufe.

Partners Group Aktie
Kurz & knapp:
  • Gründer spricht von Überreaktion
  • Eigene Aktienkäufe als Vertrauensbeweis
  • KI-Boom bindet Milliarden an Liquidität
  • Aktie technisch stark überverkauft

Unternehmensgründer Fredy Gantner hat sich öffentlich zur Talfahrt der Partners Group Aktie geäußert — und spricht von einer „massiven Überreaktion“ des Marktes. Das klingt selbstbewusst. Allerdings hat der Titel in den vergangenen zwölf Monaten rund 32 Prozent verloren, zeitweise sogar die Hälfte seines Wertes eingebüßt.

Gründer kauft — und räumt Fehler ein

Gantner gab in der „SonntagsZeitung“ Kommunikationsdefizite zu, betonte aber die operative Stabilität des Unternehmens. Als Vertrauensbeweis verwies er auf eigene Aktienkäufe im Volumen von über 20 Millionen Franken. Für 2026 erwartet Partners Group Bruttoneugeldzuflüsse zwischen 26 und 32 Milliarden USD — das Unternehmen befinde sich in einem Rekordjahr.

Dem Kursverlust setzt Gantner eine Dividendenrendite von rund 7 Prozent entgegen. Vorwürfe des Shortsellers Grizzly Research wies er erneut zurück.

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KI-Boom entzieht dem Markt Liquidität

Hinter der Volatilität steckt mehr als Stimmungsschwankungen. Der massive Kapitalbedarf durch den KI-Boom bindet laut Marktbeobachtern rund 4 Billionen USD — und entzieht den Finanzmärkten damit erhebliche Liquidität. Große Private-Equity-Häuser wie Partners Group und Blackstone müssen deshalb Fondsrücknahmen deckeln, um ihre Portfolios zu stabilisieren.

Hinzu kommt eine drohende Refinanzierungswelle: Rund 80 Billionen USD an Schulden müssen in den nächsten zwölf bis 18 Monaten refinanziert werden. Diese Kombination setzt die gesamte Branche unter Druck.

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Aktie tief im überverkauften Bereich

Die Kursdaten sprechen eine klare Sprache. Mit einem Schlusskurs von 783,00 Euro am Freitag liegt die Aktie rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.213,50 Euro. Der RSI notiert bei 27,7 — technisch überverkauft — und der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 25 Prozent.

Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor der Titel knapp 19 Prozent. Das 52-Wochen-Tief von 733,00 Euro, erreicht erst am 3. Juni, liegt nur rund 7 Prozent entfernt.

Ob Gantners Auftreten die Stimmung dreht, wird sich rasch zeigen: Die angekündigten Neugeld-Ziele für 2026 müssen im laufenden Quartal mit konkreten Zuflüssen unterlegt werden — andernfalls dürfte die Dividendenrendite als einziges Argument nicht ausreichen.

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