Mitglieder der Führungsriege von Partners Group setzen ein deutliches finanzielles Zeichen gegen den anhaltenden Abwärtsdruck an der Börse. Medienberichten zufolge haben Angehörige des Verwaltungsrats und des Managements zwischen dem 6. und dem 8. Oktober privat eigene Aktien im Wert von rund 21 Millionen Franken erworben. Zusammen mit vorangegangenen Transaktionen summierten sich die Zukäufe aus der Führungsetage seit Anfang September auf fast 39 Millionen Franken.
Dieser demonstrative Vertrauensbeweis der Führungskräfte erfolgt in einer anhaltend schwierigen Marktphase. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 38 Prozent und ging am Freitag bei einem Schlusskurs von 655,20 Euro aus dem Handel. Der Titel notiert damit nur 5,2 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 623,00 Euro.
Belastungsfaktoren von Evergreen-Fonds bis Personalstruktur
Der erhebliche Kursdruck der vergangenen Monate hat mehrere Ursachen. Verantwortlich dafür sind unter anderem Rücknahmeanträge bei Evergreen-Fonds sowie eine Attacke von Shortsellern. Zudem zeigte der angekündigte Wechsel an der Unternehmensspitze an den Märkten bislang kaum stützende Wirkung.
Parallel dazu durchläuft die Organisation strukturelle Veränderungen. Wie Bloomberg berichtete, strich oder verlagerte Partners Group im weltweiten Private-Equity-Bereich Dutzende Stellen. Nach Unternehmensangaben bewegt sich die Größe der Teams allerdings weiterhin im Rahmen des langfristigen Durchschnitts, während zugleich auf den Ausbau der operativen Führungskapazitäten im Vorjahr verwiesen wurde.
Zugleich arbeitet das Haus an neuen Vertriebswegen. So brachte Partners Group vor gut einer Woche eine globale, sektorübergreifende Private-Credit-Income-Strategie über ein offenes Evergreen-Vehikel auf den Markt. Das Angebot richtet sich an institutionelle Investoren sowie private Anleger und strebt überwiegend aus laufenden Erträgen Renditen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an.
Zurückhaltende Stimmen am Markt
Am Markt stoßen die aktuellen Herausforderungen dennoch auf Skepsis hinsichtlich des Erholungstempos. Am 29. September senkte das Analysehaus Jefferies das Kursziel für Partners Group von 710 auf 605 Franken und beließ die Einstufung auf „Hold“. Zugleich reduzierten die Analysten ihre Schätzungen für das Ergebnis je Aktie für die Jahre 2026 und 2027 um 10 beziehungsweise 11 Prozent.
Begründet wurde dieser Schritt mit einer verzögerten Erholung der verwalteten Vermögen, hervorgerufen durch die anhaltenden Probleme im Bereich der Evergreen-Fonds. Eine nachhaltige Belebung erwarten die Experten demnach kaum vor dem Jahr 2028. Ob die jüngsten millionenschweren Zukäufe aus Verwaltungsrat und Management ausreichen, um das Sentiment dauerhaft zu stabilisieren, wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen.
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