Partners Group durchläuft eine Phase operativer Anpassungen über mehrere Unternehmensbereiche hinweg. Der Schweizer Vermögensverwalter reagiert auf veränderte Marktbedingungen sowie anhaltenden Druck institutioneller Investoren, indem interne Kapazitäten überprüft und Produktstrukturen modifiziert werden.

An den Finanzmärkten zeigt sich das anspruchsvolle Umfeld deutlich: Die Aktie des Asset Managers schloss am Freitag bei 655,20 Euro und weist seit Jahresanfang einen Rückgang von 38 Prozent auf. Die Marktkapitalisierung liegt bei 16,56 Milliarden Euro.

Anpassungen im Bereich Private Equity

Laut einem Bericht von Bloomberg strich Partners Group im Private-Equity-Bereich Dutzende Stellen oder versetzte Beschäftigte in andere Einheiten. Einzelne Mitarbeiter haben das Unternehmen daraufhin verlassen. Als Hintergrund gelten Bestrebungen, die Renditen der Sparte mit Blick auf die Erwartungen der Kunden zu verbessern.

Die personellen Maßnahmen erstreckten sich weltweit über verschiedene Hierarchiestufen innerhalb des Teams, das mehr als 200 Personen umfasst. Partners Group betonte, dass sich die Gesamtgröße des Teams weiterhin im Rahmen des langfristigen Durchschnitts bewege.

Geordnete Abwicklung einer börsennotierten Beteiligungsgesellschaft

Parallel zu den internen Schritten gibt es Veränderungen bei separat geführten Anlagegefäßen. Die Aktionäre der an der Londoner Börse notierten Gesellschaft Partners Group Private Equity Limited votierten mit einer Mehrheit von 99,9 Prozent für eine geordnete Verwertung ihres Portfolios.

Die Abwicklung wird von dem Trust selbst verantwortet und betrifft nicht die Partners Group Holding AG direkt. Realisierte Erlöse aus den Portfolioverkäufen sollen planmäßig ab dem 31. März 2027 in halbjährlichen Tranchen an die Anleger ausgezahlt werden.

Ausbau der Evergreen-Produktpalette

Während geschlossene Vehikel abgewickelt werden, treibt Partners Group den Ausbau fortlaufend geöffneter Fondsformate voran. Vor gut einer Woche lancierte das Unternehmen eine globale Multi-Sektor-Private-Credit-Income-Strategie in einem offenen Evergreen-Vehikel.

Die Struktur richtet sich sowohl an institutionelle Adressen als auch an Kunden im privaten Vermögensmanagement. Das Management peilt Renditen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich an, die überwiegend aus laufenden Erträgen resultieren sollen.

Ergänzend entwickelt das Haus seine etablierte Global-Value-SICAV-Evergreen-Strategie weiter. Durch die Unterteilung in ausschüttende sowie thesaurierende Portfolios sollen Anleger zusätzliche Wahlmöglichkeiten für ihre Liquiditätssteuerung erhalten.