Die Schweizer Partners Group kassiert einen herben Rückschlag. Die Großbank UBS streicht ihre Kaufempfehlung. Das neue Kursziel liegt bei 705 Schweizer Franken. Zuvor riefen die Analysten noch 1.175 Franken auf. Ein radikaler Schnitt.

Am Donnerstag rutscht der Kurs auf 709,80 Euro ab. Der Verlust seit Jahresbeginn summiert sich damit auf 35 Prozent. Mit einem RSI-Wert von gut 32 kratzt die Aktie aktuell an der überverkauften Zone.

Sorgen um Evergreen-Fonds

Hinter der Herabstufung stecken handfeste Bedenken. Die UBS kritisiert die schwache Entwicklung beim Gewinn je Aktie. Die Analysten warnen obendrein vor Problemen bei den sogenannten Evergreen-Fonds.

Diese Vehikel bieten Anlegern normalerweise regelmäßige Ausstiegsmöglichkeiten. Das hohe Abflusstempo könnte das Fondsmanagement nun zu drastischen Schritten zwingen. Sogenanntes „Gating“ würde die Rückgabe von Anteilen zeitlich eng begrenzen.

Erhöhte Abflüsse im Sommer

Bereits im Juni wehrte sich die Führungsriege gegen Marktgerüchte über eingefrorene Fonds. Partners Group betonte damals die ausreichende Liquidität aller Portfolios.

Allerdings räumte das Unternehmen hohe Rücknahmeanträge für das zweite Quartal ein. Bei einem Luxemburger Fonds wollten Anleger knapp zehn Prozent des Nettoinventarwerts abziehen. Ein US-Fonds in Delaware verzeichnete Anträge von etwa sechs Prozent. Beide Ausstiegsraten übersteigen die üblichen Schwellen deutlich.

Management bestätigt Jahresziel

CEO David Layton verweist derweil auf den disziplinierten Investmentansatz seines Unternehmens. Im ersten Quartal investierte der Konzern 2,8 Milliarden US-Dollar in neue Kundenportfolios. Das Management ließ andere Chancen aufgrund der Marktvolatilität bewusst aus.

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand strikt an seiner Prognose fest. Partners Group erwartet weiterhin frische Kundengelder in einer Spanne zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar.