PayPal Aktie: Brutaler Absturz nach Horror-Zahlen

PayPals Aktie stürzt nach schwachem Quartalsbericht und negativer Jahresprognose ab. Analysten senken Kursziele drastisch und kritisieren strukturelle Probleme.

PayPal Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalszahlen verfehlen Markterwartungen deutlich
  • Negative Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026
  • Mehrere Analystenhäuser kürzen Kursziele erheblich
  • Wechsel an der Unternehmensspitze zum 1. März

Die PayPal-Aktie ist am Dienstag um 20,3 Prozent auf 41,70 Dollar eingebrochen – und handelt damit nahe dem 52-Wochen-Tief. Über das vergangene Jahr summiert sich das Minus bereits auf 41,4 Prozent. Was ist passiert? Der Zahlungsdienstleister hat Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt, die deutlich unter den Markterwartungen lagen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn enttäuschten die Analysten.

Doch das war noch nicht alles. Zusätzlich schockierte das Unternehmen mit seiner Prognose für 2026: Statt des erwarteten Anstiegs beim Gewinn je Aktie stellte PayPal einen Rückgang in Aussicht – und das sowohl für das laufende Quartal als auch für das Gesamtjahr. Eine bittere Überraschung für Anleger, die auf eine Erholung gesetzt hatten.

Analysten senken Kursziele drastisch

TD Cowen reagierte umgehend und kappte das Kursziel von 65 auf 48 Dollar. Die Analysten sprechen von „erheblichen Überraschungen“ bei den Exit-Raten des vierten Quartals und der Jahresprognose. Besonders problematisch: Die schwache Performance beim Branded Online Checkout sowie hohe Investitionsanforderungen bei den Transaktionsmargen werden 2026 zu „einem weiteren Übergangsjahr“ machen. Die Schätzungen wurden über alle Kennzahlen hinweg zusammengestrichen – bei Umsatz, Transaktionsmargen und Gewinn je Aktie um bis zu 11 Prozent für 2027.

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Evercore ISI zog ebenfalls die Notbremse und senkte das Kursziel von 65 auf 40 Dollar. Grund dafür ist die Verlangsamung beim Wachstum des Branded Online-Geschäfts. Auch Raymond James und Needham bleiben vorsichtig und halten an ihren zurückhaltenden Einschätzungen fest. Das Fazit der Analysten: PayPal kämpft mit massiven Ausführungsproblemen – und sieht sich zudem wachsendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt.

Chefwechsel in turbulenten Zeiten

Als wäre die Lage nicht schon angespannt genug, verkündete PayPal einen CEO-Wechsel. Alex Chriss verlässt das Unternehmen nach nur rund 2,5 Jahren an der Spitze. Sein Nachfolger wird ab dem 1. März Enrique Lores, der ehemalige Chef von HP. Die Kombination aus schwachen Zahlen, düsteren Prognosen und einem Führungswechsel verschreckt die Investoren zusätzlich.

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Immerhin: PayPal verfügt über ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 6 Milliarden Dollar und bietet eine Free-Cashflow-Rendite von rund 15 Prozent. Doch TD Cowen sieht darin keinen entscheidenden Kurstreiber – zumindest nicht, solange die strukturellen Probleme und Ausführungsschwächen nicht geklärt sind. Die Aktie dürfte vorerst „etwas orientierungslos“ bleiben, so die Einschätzung der Analysten.

Die Bären haben das Ruder übernommen

Der Titel steht klar im Abwärtstrend. Mit einem aktuellen Kurs von 41,70 Dollar liegt die Aktie weit entfernt von früheren Höchstständen. Die technischen Indikatoren zeigen eine überverkaufte Lage – ein kleiner Hoffnungsschimmer für mutige Schnäppchenjäger. Doch solange PayPal keine überzeugende Trendwende bei Umsatz und Margen liefert, dürfte sich keine nachhaltige Erholung einstellen.

Die Frage bleibt: Kann PayPal die Probleme im Branded Online-Geschäft in den Griff bekommen? Und wird der neue CEO Lores frischen Wind ins Unternehmen bringen? Bis dahin heißt es für Anleger: Abwarten und Nerven bewahren.

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Über Dieter Jaworski 1383 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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