Die PayPal-Aktie erlebte in dieser Woche eine Achterbahnfahrt: Erst schossen die Papiere nach oben, als Gerüchte über eine mögliche Übernahme durch Stripe kursierten – dann folgte am Donnerstag der Absturz um 3,8 Prozent auf 45,53 Dollar. Der Grund: Laut Semafor finden derzeit keinerlei Verkaufsgespräche statt. Was steckt hinter den Turbulenzen beim angeschlagenen Zahlungsdienstleister?
Gerüchte lösen Handelsstopp aus
Die Spekulationen nahmen am 23. Februar ihren Anfang. Bloomberg berichtete, dass PayPal nach einem massiven Kursverfall – die Aktie hatte binnen Monaten fast die Hälfte ihres Wertes verloren – ins Visier potenzieller Käufer geraten sei. Mindestens ein großer Wettbewerber interessiere sich für das gesamte Unternehmen, andere für einzelne Geschäftsbereiche.
Einen Tag später folgte die Konkretisierung: Stripe, der privat geführte Zahlungsriese mit einer Bewertung von 159 Milliarden Dollar, soll in vorläufigen Gesprächen über eine mögliche Übernahme von Teilen oder dem gesamten Unternehmen stehen. Die Nachricht ließ die PayPal-Aktie regelrecht explodieren – der automatische Handelsstopp musste aktiviert werden. Als der Handel fortgesetzt wurde, schlossen die Papiere bei 47,01 Dollar, ein Plus von 6,72 Prozent bei nahezu verdoppeltem Handelsvolumen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei PayPal?
Dementis und operative Probleme
Doch die Euphorie währte kurz. Am Donnerstag zog Semafor den Gerüchten den Boden unter den Füßen: PayPal führe keinerlei Verkaufsgespräche. Stattdessen bereite sich das Management seit Monaten mit Bankern auf mögliche aktivistische Investoren oder unerwünschte Übernahmeversuche vor – eine direkte Folge der Kursabstürze, die das Unternehmen verwundbar gemacht haben.
Die Rückkehr zur Realität schmerzte: Die Aktie fiel zeitweise auf 44,50 Dollar, das Handelsvolumen schnellte um 73 Prozent über den Durchschnitt auf rund 47,7 Millionen Stücke. Stripe-Präsident John Collison kommentierte die Lage diplomatisch: PayPal habe „offensichtlich eine schwierige Zeit hinter sich, und die Landschaft hat sich mit Apple Pay und Google Pay deutlich verändert.“
Schwache Zahlen und CEO-Wechsel
Die Aufregung um die Übernahmegerüchte überlagerte ein fundamentales Problem: Anfang Februar hatte PayPal schwache Quartalszahlen vorgelegt. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,23 Dollar unter den Erwartungen von 1,29 bis 1,33 Dollar, der Umsatz von 8,68 Milliarden Dollar verfehlte die Schätzungen von 8,82 Milliarden Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei PayPal?
Gleichzeitig vollzog der Verwaltungsrat einen Führungswechsel: CEO Alex Chriss musste nach nur 16 Monaten gehen. Sein Nachfolger wird am 1. März Enrique Lores, ehemaliger Chef von HP Inc. Das Management führte die Verfehlung auf schwächeres Checkout-Wachstum, ein herausforderndes Marktumfeld und intensiveren Wettbewerb zurück. Die Prognose für 2026 fiel noch ernüchternder aus: Der Gewinn je Aktie soll im mittleren einstelligen Bereich sinken.
Rechtliche Auseinandersetzungen drohen
Mehrere Anwaltskanzleien haben inzwischen Untersuchungen eingeleitet oder Sammelklagen angekündigt. Im Fokus steht die Frage, wie PayPal bestimmte Kennzahlen wie das Gesamtzahlungsvolumen und die Entwicklung aktiver Konten vor der Gewinnmitteilung dargestellt hat.
Am 5. Mai folgen die nächsten Quartalszahlen – der erste große Auftritt für den neuen CEO Lores. Bis dahin muss das Management zeigen, wie es PayPal im Wettbewerb mit Apple Pay und Google Pay wieder in die Spur bringen will.
PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

