PBB Aktie: Drückende Ungewissheit

Die Deutsche Pfandbriefbank meldet einen Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro für 2025. Die Prognose für 2026 fällt deutlich niedriger aus als erwartet, und strategische Ziele werden um zwei Jahre verschoben.

PBB Aktie
Kurz & knapp:
  • Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro in 2025
  • Verhaltene Prognose für 2026 enttäuscht Analysten
  • Strategische Ziele werden auf 2028 verschoben
  • Aktie verliert deutlich nach Veröffentlichung

Die Deutsche Pfandbriefbank hat am Freitag ihre vorläufigen Zahlen für 2025 sowie den Ausblick für 2026 vorgelegt – und erntet dafür vor allem Skepsis an der Börse. Die Aktie sackte um die Mittagszeit um rund 7,5 Prozent ab und rutschte damit in Richtung des November-Tiefs bei 3,91 Euro.

Der Immobilienfinanzierer verbuchte 2025 einen Verlust vor Steuern von 250 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 104 Millionen Euro zu Buche stand. Der Rückzug aus dem US-Geschäft und die anhaltend schwierige Lage am europäischen Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierungen hinterließen tiefe Spuren in der Bilanz.

Magere Perspektive für 2026

Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Kay Wolf zwar eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen in Aussicht – allerdings auf niedrigem Niveau. Die Bank erwartet ein Vorsteuerergebnis zwischen 30 und 40 Millionen Euro bei operativen Erträgen von 375 bis 425 Millionen Euro. Analysten hatten deutlich mehr auf dem Zettel. Das Portfoliovolumen in der gewerblichen Immobilienfinanzierung soll bei 27 bis 28 Milliarden Euro liegen.

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Wolf begründet die verhaltene Prognose mit einer „schleppender als erwarteten Erholung der Märkte für gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Europa“. Zudem würden die Kosten für den US-Ausstieg erst sukzessive kompensiert werden können. Die Transformation der Bank erfordere aufgrund dieser Faktoren mehr Zeit als ursprünglich geplant.

Strategische Ziele rücken in die Ferne

Besonders ernüchternd: Die ursprünglich für 2026 anvisierten strategischen Finanzziele – operative Erträge von rund 600 Millionen Euro und eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von 8 Prozent – werden voraussichtlich erst 2028 erreicht. Zwei Jahre Verzögerung also, die den Anleger offenbar nicht schmecken. Die schwache Marktdynamik in Europa kombiniert mit den Nachwirkungen des US-Rückzugs zwingt die PBB zu einer längeren Durststrecke als erhofft.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.