Gestern flossen dem brasilianischen Energiekonzern Petrobras erhebliche Mittel zu, während parallel eine millionenschwere Einigung mit internationalen Branchenpartnern besiegelt wurde.

Das Unternehmen verzeichnete neue Zahlungen aus staatlichen Treibstoffsubventionen in Höhe von rund 2,81 Milliarden R$. Damit summieren sich die bisherigen Rückflüsse aus den Programmen für Diesel, Benzin und Kochgas auf annähernd 16 Milliarden R$. An der Börse beendete die Aktie den gestrigen Handelstag bei 9,50 Euro und rückte damit bis auf 1,6 Prozent an ihr 52-Wochen-Hoch heran.

Einigung mit Partnern im Tiefseebecken

Neben den Subventionsgeldern meldete der Konzern gestern den Abschluss von Ausgleichsvereinbarungen für Kosten und Fördermengen bei den geteilten Reservoiren Berbigão und Sururu. Vertragspartner dieses Abkommens sind die Branchenschwergewichte Shell, TotalEnergies und Petrogal. Im Zuge dieser Einigung rechnet Petrobras mit einem Nettozufluss von rund 859 Millionen US$. Die finanzielle Abwicklung soll bis November 2026 abgeschlossen sein.

Die Zuflüsse festigen die Liquidität des Konzerns in einer Phase intensiver Investitionstätigkeit. Petrobras treibt die Bewirtschaftung seiner brasilianischen Offshore-Vorkommen mit hohem Aufwand voran, wobei Vereinbarungen mit internationalen Konsortialpartnern eine verlässliche Verteilung der Förderlasten und Erträge gewährleisten.

Investitionen in das Fördernetz

Parallel zur Optimierung der bestehenden Felder sicherte sich der Konzern vor wenigen Tagen 21 Explorationsblöcke in den Vergaberunden der nationalen Erdölagentur ANP. Dadurch erweiterte Petrobras sein Explorationsportfolio um mehr als 18.000 Quadratkilometer. Für den Erwerb der Rechte werden Unterschriftsboni von insgesamt 3.219.251.245,60 R$ fällig, die bis zum 30. Dezember 2026 zu begleichen sind.

Die operative Infrastruktur wird ebenfalls weiter ausgebaut. Petrobras unterzeichnete eine vierjährige Servicevereinbarung mit Framo, die Inspektionen, Wartungsarbeiten und Schulungen für Pumpensysteme auf rund 30 FPSO-Einheiten umfasst.

Zudem erteilte der Konzern TechnipFMC den Zuschlag für die Planung, Konstruktion und Fertigung flexibler Steigleitungen im Pre-Salt-Bereich. Das Volumen dieses Auftrags bewegt sich in einer Spanne zwischen 75 Millionen und 250 Millionen US$. Mit den getroffenen Vereinbarungen stärkt der Konzern das Rückgrat seiner Tiefseeförderung.