Petrobras hat Medienberichten zufolge die durchschnittlichen Verkaufspreise für Flugtreibstoff an Vertriebsgesellschaften um 7,2 Prozent angehoben. Die Erhöhung gilt seit gestern und betrifft damit einen Teil der Produktpreise, deren kommerzielle Strategie der Verwaltungsrat zuvor geprüft hatte.
Hohe Förderung und Raffinerieauslastung
Am Donnerstag meldete Petrobras für das dritte Quartal 2026 eine Produktion von 3,512 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Förderung um 11,7 Prozent, gegenüber dem Vorquartal um 5,3 Prozent. Die Zahl umfasst Öl, Gas und Flüssiggas.
Die von Petrobras betriebenen Anlagen erreichten eine Produktion von 5,082 Millionen Barrel Öläquivalent täglich. Diese Kennzahl erfasst die betriebene Produktion und steht neben der vom Unternehmen gemeldeten eigenen Fördermenge.
Auch die Raffinerien liefen mit hoher Auslastung. Laut Reuters erreichte diese im Oktober 98 Prozent, nachdem sie im dritten Quartal bei nahezu 99 Prozent gelegen hatte. Petrobras wollte damit den Bedarf an Treibstoffimporten reduzieren.
Der Verwaltungsrat hatte am 26. Oktober technische Informationen zur Umsetzung der kommerziellen Strategie für Diesel, Benzin und weitere Produkte geprüft, wie Medien berichteten.
Weiterer Ölfund vor Amapá
Reuters berichtete am Donnerstag außerdem über eine weitere ölführende Schicht in der Morpho-Bohrung. Für Petrobras war dies die dritte Entdeckung im Block FZA-M-59 vor der Küste von Amapá.
Bereits am 26. Oktober hatte Vorstandschefin Magda Chambriard den Aktienabverkauf nach der Wahl als spekulativ bezeichnet. Nach ihrer gegenüber Reuters geäußerten Einschätzung spiegelte er die fundamentale Lage des Unternehmens nicht wider.
Als nächster Termin steht die Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 an. Petrobras will diese am 10. November nach Börsenschluss vorlegen.
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