Petrobras drückt beim Tiefseeprojekt Sépia 2 aufs Tempo — und vergibt einen Milliardenauftrag, während intern die Führungsriege umgebaut wird. Beides zusammen macht die bevorstehende Hauptversammlung am 16. April 2026 zur entscheidenden Weichenstellung für das Unternehmen.
Milliarden für die Tiefsee
Den Auftrag erhält Subsea7: mehr als 1,25 Milliarden US-Dollar für Engineering, Beschaffung, Fertigung und Installation von Unterwasserinfrastruktur für 17 Bohrlöcher im Sépia-2-Feld, rund 280 Kilometer südöstlich von Rio de Janeiro, in 2.170 Metern Wassertiefe. Die Offshore-Arbeiten sollen ab 2029 beginnen.
Das Projekt ist Teil einer größeren Expansionsstrategie im Santos-Becken. Sépia 2 soll die neue FPSO-Plattform P-85 mit einer Tageskapazität von 225.000 Barrel Öl und 10 Millionen Kubikmetern Gas speisen. Erst kürzlich verlängerte Petrobras zudem den Vertrag mit dem Bohrschiffentreiber Valaris um rund 447 Millionen Dollar — ein weiteres Zeichen für die langfristige Investitionsbereitschaft im Tiefwasserbereich.
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Führungswechsel und politischer Einfluss
Parallel zur operativen Expansion läuft ein spürbarer Umbau an der Unternehmensspitze. Am 6. April 2026 beendete der Vorstand das Mandat von Claudio Romeo Schlosser als Chief Logistics and Markets Officer vorzeitig — Angélica Laureano übernahm den Posten einen Tag später.
Politisch noch brisanter: Die brasilianische Bundesregierung, Mehrheitsaktionär des Konzerns, hat Guilherme Santos Mello als neues Boardmitglied nominiert — und beantragt, ihn auf der Hauptversammlung zum Aufsichtsratsvorsitzenden zu wählen. Mello ist derzeit Staatssekretär für Wirtschaftspolitik im Finanzministerium und damit ein direkter Vertreter staatlicher Interessen.
Was am 16. April auf dem Spiel steht
Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über den Geschäftsbericht 2025, das Investitionsbudget 2026, die Gewinnverwendung sowie Zusammensetzung und Vergütung des Boards ab. Wer künftig den Vorsitz übernimmt, wird maßgeblich beeinflussen, wie Petrobras den Spagat zwischen staatlichen Preisinteressen — Stichwort Treibstoffsubventionen im Wahljahr — und der Renditeerwartung privater Investoren gestaltet.
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