Petrobras verliert heute im Umfeld sinkender Ölpreise 2,4%. Laut Reuters belastet die Hoffnung auf Friedensgespräche im Nahen Osten die Rohölnotierungen am Donnerstag stärker, als erneute Sorgen vor Lieferunterbrechungen sie stützen. Die Petrobras-Papiere stehen damit zusammen mit den Ölpreisen unter Druck.

Dieselpreise und politische Sorgen

Bei Petrobras steht daneben die Preisgestaltung für Diesel im Blick. Medienberichten zufolge stand das Unternehmen gestern unter Druck, die Dieselpreise noch vor Monatsende anzuheben, weil die Inlandspreise hinter internationalen Vergleichswerten zurückblieben. Eine mögliche Anpassung wurde dabei mit diesem Preisabstand begründet.

Petrobras erklärt, Preisänderungen würden nach technischen Kriterien und in regelmäßigen Abständen geprüft. Der Bericht über den Druck zu einer Erhöhung beschreibt damit eine mögliche Anpassung, keinen bereits vollzogenen Preisschritt.

Bereits am Montag hatte sich Vorstandschefin Magda Chambriard gegen den Kursrückgang nach der Wahl gewandt. Sie bezeichnete ihn laut Reuters als spekulativ und erklärte, er spiegele die fundamentale Lage des Unternehmens nicht wider. Die Wiederwahl von Luiz Inácio Lula da Silva hatte zuvor einen kräftigen Ausverkauf der Petrobras-Aktien ausgelöst.

CNBC verwies in der Berichterstattung über die Wahl auf Sorgen der Anleger um die Fiskalpolitik und den staatlichen Einfluss auf Petrobras.

Rekordförderung als operativer Hintergrund

Im dritten Quartal 2026 erreichte Petrobras nach Unternehmensangaben eine durchschnittliche Rekordproduktion von 3,512 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Die Kennzahl umfasst Öl, Flüssiggas und Erdgas.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Förderung um 11,7%, gegenüber dem zweiten Quartal um 5,3%. Petrobras führte den Anstieg auf höhere Produktionseffizienz, das Hochfahren der Förderplattformen P-78 und P-79 bei Búzios sowie die Spitzenproduktion von Alexandre de Gusmão bei Mero zurück.