Fitch hat am Mittwoch das eigenständige Kreditprofil von Petrobras von „bbb“ auf „bbb+“ angehoben. Die globale Bonitätsnote blieb dagegen unverändert. Die Aktie fiel gestern um 3,5%; zugleich wurde über eine Verzögerung des gemeinsam mit Ecopetrol betriebenen Gasprojekts Sirius berichtet.
Die globale Einstufung bestätigte Fitch mit „BB“, die Bewertung auf nationaler Skala mit „AAA(bra)“. Für beide Ratings blieb der Ausblick stabil. Die Verbesserung betrifft damit das eigenständige Kreditprofil, nicht die beiden bestätigten Bonitätsnoten.
Sirius soll später starten
Medienberichten zufolge verschiebt sich das vor der Küste Kolumbiens gelegene Gasprojekt Sirius von 2030 auf 2031. Als Grund wurden Schwierigkeiten bei den Konsultationen genannt. Petrobras und Ecopetrol betreiben das Projekt gemeinsam; über die Verzögerung wurde gestern berichtet.
Förderkapazität und höhere Verkaufspreise
Bei der Ölförderung meldete Petrobras dagegen einen erreichten Meilenstein: Die Plattform P-78 im Feld Búzios kam am 31. Oktober auf ihre Nennkapazität von 180.000 Barrel Öl pro Tag. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Reuters berichtete am Sonntag, dass Petrobras seinen durchschnittlichen Verkaufspreis für Flugkerosin an Vertriebshändler um 7,2% gegenüber Oktober erhöht hat. Das entspricht einem Aufschlag von R$0,45 je Liter.
Am 30. Oktober eröffnete Petrobras zudem eine Angebotsabfrage für die langfristige Lieferung von Biomethan. Einen weiteren Fund meldete das Unternehmen am 29. Oktober aus der Bohrung Morpho im Block FZA-M-59 vor Amapá: Dort wurde ein drittes ölführendes Intervall nachgewiesen.
Die Bohrarbeiten und die Erhebung geologischer Daten waren abgeschlossen; eine Schätzung der förderbaren Mengen oder eine Beurteilung der kommerziellen Wirtschaftlichkeit enthielt die Meldung nicht.
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