Petrobras und Ecopetrol rechnen bei ihrem gemeinsam betriebenen Offshore-Gasprojekt Sirius in Kolumbien mit einem späteren Betriebsbeginn. Medienberichten vom Donnerstag zufolge werden die Arbeiten durch Schwierigkeiten bei den Konsultationen verzögert. Der Betrieb soll deshalb erst 2031 statt 2030 beginnen. Damit verschiebt sich der erwartete Start des gemeinsamen Projekts.
Förderfortschritt auf der Plattform P-78
Bei der Ölförderung meldete Petrobras am Dienstag dagegen einen erreichten Meilenstein: Die Plattform P-78 im Feld Búzios hat ihre nominale Kapazität erreicht. Nach Unternehmensangaben lag die Förderung am 31. Oktober bei 180.000 Barrel Öl pro Tag. Vorausgegangen war die Inbetriebnahme der Bohrung BUZ 100.
Eine weitere Nachricht betrifft die Exploration vor der Küste von Amapá. Am 29. Oktober wurde über einen dritten Ölfund an der Morpho-Bohrung im Block FZA-M-59 berichtet. Angaben zu den förderbaren Mengen und zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit wurden dabei nicht veröffentlicht.
Die Aktie fiel am Freitag um 1,9%. Der Kursrückgang begleitete damit eine Nachrichtenlage mit Fortschritten bei der bestehenden Förderung und Verzögerungen beim geplanten Gasprojekt.
Dieselversorgung und bevorstehende Ergebnisbesprechung
Für November hat Petrobras Medienberichten zufolge Importe von 600 Millionen Litern Diesel gebucht. Sie sollen nach Wartungsarbeiten an Raffinerien dazu dienen, die Lagerbestände wieder aufzufüllen. Das gebuchte Importvolumen entspricht etwa 125.000 Barrel pro Tag.
Fitch bestätigte außerdem das Kreditrating von Petrobras auf der globalen Skala mit „BB“. Auf der nationalen Skala bestätigte die Ratingagentur die Bewertung „AAA(bra)“.
Für den 11. November hat Petrobras eine Online-Pressekonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2026 angesetzt. Die Veranstaltung soll um 15:30 Uhr beginnen und dient der Besprechung dieser Quartalsergebnisse.
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