Die Spannungen im Nahen Osten treiben den Ölpreis. Brent-Rohöl notiert wieder über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Während Konsumenten weltweit stöhnen, federt Brasilien den Preisschock ab. Eine zentrale Rolle spielt dabei der staatliche Ölkonzern Petrobras.
Das Land profitiert von seinem einzigartigen Energiemix. Millionen brasilianische Autofahrer tanken Ethanol aus Zuckerrohr. Sogenannte Flex-Fuel-Fahrzeuge fahren problemlos mit reinem Biokraftstoff oder Benzingemischen. Das senkt die Abhängigkeit von importiertem Öl massiv.
Strategie an der Zapfsäule
Petrobras flankiert diesen Vorteil mit einer aggressiven Preispolitik. Das vom Staatskonzern raffinierte Benzin kostet aktuell 46 Prozent weniger als importierter Kraftstoff. Autofahrer sparen dadurch umgerechnet 22 Cent pro Liter. Auch Diesel gibt Petrobras an den Raffinerien deutlich unter Weltmarktniveau ab.
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Allerdings bereitet genau dieser Dieselkraftstoff Probleme. Im Gegensatz zu Benzin basiert er primär auf importiertem Rohöl. Der Anteil beigemischter Biokraftstoffe ist geringer. Die Folge: Geopolitische Krisen schlagen hier direkt durch. Allein im März sprangen die Dieselpreise im Land um über 20 Prozent nach oben.
Aktie trotzt dem Markttrend
Investoren honorieren die strategische Positionierung des Konzerns. Während der breite Markt schwächelt, legten Petrobras-Papiere zuletzt gegen den Trend zu. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von rund 55 Prozent.
Am Freitag ging das Papier bei 7,70 Euro aus dem Handel. Damit bewegt sich der Kurs komfortabel über seiner 50-Tage-Linie. Solange die Lieferwege an Nadelöhren wie der Straße von Hormus bedroht bleiben, dürfte die Prämie auf Energiesicherheit hoch bleiben. Petrobras profitiert dabei doppelt: von hohen Weltmarktpreisen beim Export und einer stabilisierten Nachfrage im Heimatmarkt.
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