Petrobras drückt aufs Tempo. Der brasilianische Staatskonzern kauft Anteile im Jubarte-Ölfeld zu. Parallel dazu fließen Milliarden in eine Düngemittelfabrik. An der Börse kommt dieser Kurs gut an. Die Aktie notiert bei 7,85 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn knapp 58 Prozent im Plus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von Mitte April ist minimal.
Konsolidierung im Jubarte-Feld
Petrobras übernimmt das Argonauta-Feld komplett. Shell, ONGC und Brava verkaufen ihre Anteile an die Brasilianer. Damit kontrolliert der Konzern nun gut 98 Prozent des übergeordneten Jubarte-Reservoirs. Der Deal kostet umgerechnet rund 1,5 Milliarden Reais.
Die Zahlung erfolgt in drei Tranchen. Das Management will mit diesem Schritt die Verwaltung des Feldes vereinfachen. Bürokratische Hürden fallen weg. Die Kartellbehörde Cade muss dem Kauf allerdings noch zustimmen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Petrobras?
Milliarden für Düngemittel
Abseits der Ölförderung belebt Petrobras ein altes Großprojekt wieder. Der Konzern baut die UFN-3-Düngemittelfabrik in Três Lagoas fertig. Die Anlage ist bereits zu 81 Prozent fertiggestellt. Für den Endspurt macht das Management nun fünf Milliarden Reais locker.
Der Betrieb soll 2029 starten. Täglich sollen dann 3.600 Tonnen Harnstoff vom Band rollen. Hinzu kommen große Mengen Ammoniak. Das Projekt schafft in der Bauphase rund 8.000 Arbeitsplätze.
Steuerpläne füllen die Kassen
Ein politischer Vorstoß könnte die Margen zusätzlich treiben. Die Regierung plant eine zweimonatige Steuersenkung auf Kraftstoffe. Das entsprechende Gesetz liegt dem Kongress vor. Benzin würde dadurch an der Zapfsäule deutlich günstiger.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Petrobras?
Die Folge: Petrobras erhält Spielraum bei der Preisgestaltung. Analysten von XP rechnen mit einem cleveren Schachzug. Der Konzern könnte seine heimischen Preise an das höhere Weltmarktniveau anpassen. Die Steuersenkung federt den Preissprung für die Verbraucher ab.
Aktuell verkauft Petrobras Benzin im Inland rund 43 Prozent unter dem internationalen Preis. Gelingt diese Anpassung, winkt ein massiver Geldregen. Der jährliche Cashflow könnte um drei Milliarden US-Dollar steigen.
Derweil treibt das Unternehmen seine langfristige Strategie voran. Für die Ölfelder SEAP I und II im Sergipe-Becken fließen 60 Milliarden Reais. Dort sollen 2030 zwei neue schwimmende Produktionsplattformen den Betrieb aufnehmen.
Petrobras-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Petrobras-Analyse vom 28. April liefert die Antwort:
Die neusten Petrobras-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Petrobras-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Petrobras: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


