Wachsende Patientenzahlen bei Joenja treffen auf schwächelnde Verkäufe des Kernprodukts Ruconest. Pharming Group meldet für das erste Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 72,4 Millionen US-Dollar.
Die Börse reagiert prompt. Die Aktie bricht zeitweise um über 17 Prozent ein und rutscht auf 1,24 Euro ab. Damit entfernt sich das Papier deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch bei 1,79 Euro.
Kontrast bei den Kernprodukten
Die Erlöse des etablierten Medikaments Ruconest fielen um 15 Prozent auf 58,4 Millionen US-Dollar. Das Management begründet dies mit Bestandsschwankungen und dem Rückzug aus einzelnen Märkten. Parallel dazu etabliert sich der Hoffnungsträger Joenja.
Der Umsatz mit Joenja kletterte um 34 Prozent auf 14,1 Millionen US-Dollar. In den USA nutzen mittlerweile 127 Patienten die Therapie. Das entspricht einem Zuwachs von einem Viertel innerhalb eines Jahres.
Trotz des geringeren Gesamtumsatzes verbesserte sich das Ergebnis unter dem Strich. Der Nettoverlust sank auf 5,2 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei fast 15 Millionen US-Dollar.
Der operative Cashflow drehte mit 2,0 Millionen US-Dollar ins Plus. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Er erwartet Erlöse zwischen 405 Millionen und 425 Millionen US-Dollar.
Expansion in Japan und Europa
Pharming treibt die globale Zulassung von Joenja voran. In Japan erhielt das Mittel bereits die Freigabe für Patienten ab vier Jahren. In Europa gab der zuständige Ausschuss CHMP eine positive Empfehlung ab.
In den USA bereitet das Unternehmen die Zulassung für weitere Dosierungen vor. Ein entsprechender Antrag für niedrigere Dosen soll im Sommer 2026 folgen. Parallel laufen Studien für neue Einsatzgebiete wie die Immunschwäche CVID.
Die klinische Forschung bleibt der Taktgeber für die kommenden Monate. Im zweiten Halbjahr 2026 veröffentlicht Pharming Ergebnisse aus zwei Phase-II-Studien zu Leniolisib. Diese Daten werden zeigen, ob das Medikament über die bisherigen Nischen hinaus wachsen kann.
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