Der Wasserstoff-Spezialist Plug Power sendet gemischte Signale an den Markt. Während das Management auf einer jüngsten Investorenkonferenz den ersten operativen Lichtblick feierte, trübt ein massiver Anstieg der ausstehenden Aktien die Stimmung. Anleger müssen nun abwägen, ob die operativen Fortschritte die strukturellen Risiken und eine drohende Sammelklage aufwiegen können.
Nach einem kurzen Kursanstieg zum Wochenstart gaben die Papiere am Dienstag wieder nach und schlossen bei 1,98 Euro. Auslöser für die anfängliche Zuversicht war ein Meilenstein im vierten Quartal: Erstmals erzielte das Unternehmen mit 2,4 Prozent eine positive Bruttomarge bei einem Jahresumsatz von rund 710 Millionen US-Dollar. Allerdings wird dieser operative Erfolg von einer massiven Kapitalverwässerung überschattet. Die Zahl der ausstehenden Aktien ist im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 1,39 Milliarden gestiegen. Das lässt kaum noch Spielraum für weitere Kapitalerhöhungen, ohne die Altaktionäre weiter zu belasten.
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Anlagenverkäufe sollen Kasse füllen
Um die Bilanz ohne weitere Aktienausgaben zu stabilisieren, setzt das Management nun auf den Verkauf von Infrastruktur. Ein zentraler Baustein ist die Veräußerung des Standorts „Project Gateway“ an Stream Data Centers, die bis Juni 2026 abgeschlossen sein und bis zu 142 Millionen US-Dollar einbringen soll. Insgesamt plant Plug Power, durch solche Verkäufe und die Freigabe gebundener Barmittel über 275 Millionen US-Dollar an Liquidität zu generieren. Diese Mittel sollen den operativen Betrieb bis in das Jahr 2026 sichern.
Analysten uneins angesichts juristischer Risiken
Die komplexen Rahmenbedingungen spiegeln sich in den Einschätzungen der Wall Street wider. Der Konsens von 17 befragten Analysten lautet derzeit auf „Halten“, wobei die Spanne der Erwartungen extrem weit auseinandergeht:
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- BMO Capital Markets: Kursziel 1 US-Dollar
- HC Wainwright: Kursziel 7 US-Dollar
- 3. April 2026: Frist für die laufende Wertpapier-Sammelklage
Neben der weiterhin schwachen Bruttomarge auf Sicht der letzten zwölf Monate (minus 37,6 Prozent) sorgt vor allem die erwähnte Klage für Unsicherheit. Dabei geht es um Aussagen zu einem milliardenschweren Darlehen des US-Energieministeriums und gestoppte Arbeiten an sechs Wasserstoffanlagen.
Die kommenden Monate erfordern eine strikte Kostendisziplin, um das Ziel eines positiven operativen Ergebnisses bis Ende 2027 nicht zu gefährden. Einen ersten Beleg für die Wirksamkeit der neuen Liquiditätsstrategie muss Plug Power bei der Vorlage der nächsten Quartalszahlen am 13. Mai 2026 liefern.
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