Operativ schaltet Pony AI in Singapur einen Gang höher. An der Börse herrscht allerdings Ausverkauft-Stimmung. Während die fahrerlosen Taxis im Stadtstaat für die breite Masse öffnen, rutscht das Papier auf ein neues Jahrestief.

Öffnung für die breite Masse in Singapur

Pony AI weitet seinen Robotaxi-Dienst in Singapur massiv aus. Ab sofort können Bewohner im Viertel Punggol die autonomen Fahrzeuge direkt über die Zig-App von ComfortDelGro buchen. Bisher war der Service nur für geladene Nutzer zugänglich. Nun lässt sich das Angebot skalieren.

Die Kooperation mit dem Transportriesen ComfortDelGro soll autonome Fahrten in den Alltag integrieren. Die Fahrzeuge bedienen Routen zwischen Wohngebieten und wichtigen Knotenpunkten wie der Punggol Coast MRT-Station. Das Ziel ist die Lösung für die „erste und letzte Meile“.

Globale Expansion und technischer Abwärtstrend

Singapur ist Teil einer größeren Expansion. Erst kürzlich startete Pony AI ein Pilotprojekt in Luxemburg mit Partnern wie Bolt und Stellantis. Bis Ende 2026 will das Unternehmen über 3.500 Robotaxis in mehr als 20 Städten weltweit betreiben.

Die Börse quittiert den Expansionskurs bisher nicht mit Vertrauen. Die Aktie verlor 8,10 Prozent und markierte bei 6,47 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 53 Prozent.

Der Abwärtstrend ist technisch untermauert. Das Papier notiert deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 11,88 Euro. Mit einer annualisierten Volatilität von 67 Prozent bleibt die Lage für Anleger extrem unruhig.

Die kommenden Monate stehen im Zeichen der Skalierung. Das Unternehmen peilt bis Ende 2026 eine Flotte von 3.500 Fahrzeugen an. Die kommerzielle Auslastung in den neuen Märkten Singapur und Luxemburg wird über die weitere Kursentwicklung entscheiden.