Gewinnwarnung, Strategiewechsel, Zollschock — die Porsche AG hat 2025 gleich mehrere Belastungen auf einmal verarbeitet. Unterm Strich stehen Sonderkosten von 3,9 Milliarden Euro, die das vergangene Geschäftsjahr tief ins Minus gedrückt haben.
Branche im Sinkflug, Porsche besonders getroffen
Der Einbruch trifft die gesamte deutsche Automobilindustrie. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen zusammen erzielten 2025 ein kumuliertes EBIT von nur noch 24,9 Milliarden Euro — ein Rückgang von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der schwächste Wert seit 2020.
Porsche trifft es dabei aus zwei Richtungen gleichzeitig. Einerseits kostet die parallele Entwicklung von Verbrenner- und Elektroantrieben erhebliche Mittel. Andererseits schlagen die neuen US-Importzölle besonders hart durch, weil der nordamerikanische Markt für Porsche eine überproportional große Rolle spielt. BMW etwa blieb mit einer Nettorendite von minus drei Prozent vergleichsweise glimpflich davon.
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Die Aktie spiegelt den Druck wider: Mit einem Minus von gut 21 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier nahe seinem 52-Wochen-Tief.
Preismacht als Gegengewicht
Trotz der Belastungen hält Porsche an einer offensiven Preispolitik fest. Der 911 Targa startet im Modelljahr 2026 auf dem nordamerikanischen Markt bei 143.600 CAD — deutlich über dem Wettbewerber Lotus Emira, der bei rund 134.900 CAD einstieg. Die Modellpalette reicht von 388 bis 631 PS und soll die Preismacht im Luxussegment sichern, während die Transformationskosten verdaut werden.
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Lichtblick aus Fernost
Etwas Entlastung kommt aus China. Im Januar und Februar 2026 sicherte sich der Volkswagen-Konzern dort wieder die Marktführerschaft mit einem Anteil von 13,9 Prozent — knapp vor Geely (13,8 Prozent), während BYD auf 7,1 Prozent zurückfiel. Für Porsche ist diese Stabilisierung relevant, weil China mittelfristig helfen könnte, die Verluste aus dem US-Geschäft teilweise aufzufangen.
Kurzfristig bleibt der Ausblick jedoch angespannt. Die Kombination aus anhaltenden Zollrisiken, hohen Investitionen in zwei Antriebsstränge und einem schwachen Aktienkurs — das Papier liegt rund 14 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt — lässt wenig Spielraum für positive Überraschungen im laufenden Jahr.
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