Der einstige Vorzeigekonzern des VW-Imperiums zieht die Reißleine. Nach einem beispiellosen Gewinneinbruch und massiven Absatzproblemen in China verabschiedet sich die Porsche AG von langjährigen Dogmen. Unter dem neuen CEO Michael Leiters weicht die reine Elektro-Strategie einem harten Sanierungskurs, der unter dem Motto „Value over Volume“ Qualität und Margen radikal über bloße Verkaufszahlen stellt.
Kahlschlag in China und Abkehr vom E-Auto
Das deutlichste Signal dieses Strategiewechsels kommt aus Fernost. Bis Ende 2026 halbiert der Sportwagenbauer sein chinesisches Händlernetz von 150 auf rund 80 Standorte. Ein Auslieferungsminus von 26 Prozent im vergangenen Jahr offenbarte einen strukturellen Nachfragerückgang im dortigen Luxussegment, bei dem heimische Marken die europäischen Hersteller technologisch und preislich zunehmend unterbieten.
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Parallel dazu beerdigt das Management die Pläne für eine rein elektrische Fahrzeugplattform im kommenden Jahrzehnt. Stattdessen rücken Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybride wieder in den Fokus. Selbst die ursprünglich als reine Stromer konzipierten 718-Modelle sowie ein geplantes Luxus-SUV oberhalb des Cayenne sollen nun als Hybrid- oder Verbrennervarianten auf den Markt kommen. Der Rückgang der Taycan-Auslieferungen um 22 Prozent im Jahr 2025 untermauert diese strategische Kehrtwende.
Die Kosten der Neuausrichtung
Die finanzielle Realität hinter der neuen „Strategy 2035“ fällt drastisch aus. Der operative Konzerngewinn stürzte 2025 von 5,64 Milliarden Euro auf lediglich 413 Millionen Euro ab. Verantwortlich dafür waren außerordentliche Belastungen in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro, primär für die Restrukturierung der Produktstrategie, Batterieaktivitäten und US-Zölle. Als direkte Konsequenz kürzt der Vorstand die Dividende um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie.
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An der Börse hinterlässt der Verlust der einstigen Profitabilität tiefe Spuren. Mit einem aktuellen Kurs von 37,00 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Minus von knapp 22 Prozent und spiegelt die Skepsis der Anleger wider. Porsches Automotive-Marge, die im Vorjahr noch bei branchenführenden 14,5 Prozent lag, schmolz auf 0,3 Prozent zusammen.
Für das laufende Jahr rechnet CFO Jochen Breckner mit weiteren Einmalbelastungen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Das Management peilt für 2026 eine operative Marge zwischen 5,5 und 7,5 Prozent bei einem Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro an. Ob die harte Fokussierung auf margenstarke Ultra-Luxus-Segmente erste Früchte trägt, wird sich am 29. April zeigen. Dann präsentiert das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal und liefert den ersten konkreten Beleg für die operative Wirksamkeit des Umbaukurses.
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