Nach einem beispiellosen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr zieht der neue Porsche-Chef Michael Leiters weitreichende Konsequenzen. Während die Zollbelastungen in den USA anhalten und der chinesische Markt wegbricht, richtet der Sportwagenbauer seinen Fokus radikal neu aus. Die Lösung für die schwindenden Margen soll nun jenseits der bisherigen Modellpalette in noch exklusiveren Fahrzeugklassen liegen.
Teurer Verzicht auf US-Fertigung
Das Erbe des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume wiegt schwer. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stürzte der operative Konzerngewinn von 5,64 Milliarden auf magere 413 Millionen Euro ab. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist die bewusste Entscheidung, weiterhin ausschließlich in Deutschland und der Slowakei zu produzieren. Da rund ein Drittel der Verkäufe auf den amerikanischen Markt entfällt, belasten US-Zölle die Bilanz mit etwa 700 Millionen Euro. Das Management schloss eine Verlagerung der Endmontage in die Vereinigten Staaten aufgrund zu geringer Stückzahlen dennoch kategorisch aus.
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An der Börse spiegelt sich diese harte Übergangsphase deutlich wider. Mit einem Kursverlust von über 16 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell im Bereich von 39,50 Euro und kämpft mit der charttechnischen Bodenbildung.
Radikalschlag in China und neue Modelle
Parallel zur anhaltenden Zollproblematik schrumpft das Geschäft im Reich der Mitte rasant. Die Auslieferungen in China brachen 2025 um 26 Prozent ein, was Leiters zu einem drastischen Schritt zwingt. Das dortige Händlernetz wird bis Ende 2026 von 150 auf 80 Standorte halbiert.
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Unter dem Leitprinzip „Qualität vor Volumen“ skizzierte der seit Januar amtierende CEO seine Strategie 2035. Um die operative Umsatzrendite von zuletzt desaströsen 1,1 Prozent wieder auf ein angemessenes Niveau zu heben, prüft das Unternehmen eine Ausweitung des Portfolios nach oben. Im Raum stehen ein Hypercar oder ein Ultra-Luxus-SUV, der preislich und qualitativ oberhalb des Cayenne positioniert werden soll. Gleichzeitig verabschiedet sich Porsche von der rein elektrischen Plattform für das kommende Jahrzehnt und verlängert stattdessen die Laufzeiten für Verbrenner- und Hybridmodelle.
Konkreter Ausblick auf das erste Quartal
Für das laufende Jahr rechnet der Stuttgarter Autobauer weiterhin mit einem herausfordernden geopolitischen Umfeld, peilt aber wieder eine operative Rendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent an. Am 29. April 2026 präsentiert Porsche die Zahlen für das erste Quartal. Dieser Termin markiert für Investoren den ersten konkreten Härtetest, inwieweit die reduzierten Hierarchien und der strategische Fokus auf margenstärkere Segmente bereits messbare finanzielle Ergebnisse liefern.
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