Kein Werk in den USA, kein Ausweichmanöver. Während BMW und Mercedes zumindest auf amerikanische Produktionsstandorte verweisen können, exportiert Porsche sämtliche Fahrzeuge aus Europa — und zahlt seit dem 3. April jeden Tag den vollen Preis dafür.
Die 25-Prozent-Zölle der Trump-Administration belasten das laufende Quartal bereits mit einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag, wie Finanzchef Jochen Breckner in einer Telefonkonferenz bezifferte. Bisher gibt Porsche diesen Aufschlag nicht an die Kunden weiter. Sollten die Verhandlungen zwischen Washington und Brüssel scheitern, hat Breckner jedoch eine klare Konsequenz angekündigt: Preiserhöhungen in den USA. Nordamerika-Chef Timo Resch schloss derweil eine Produktionsverlagerung in die USA ausdrücklich aus — man sei mit der europäischen Herkunft der Fahrzeuge „sehr zufrieden“.
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Ausgangslage ohne Spielraum
Das Problem: Die Zölle treffen ein Unternehmen, das sich noch mitten in der Erholung befindet. 2025 brach die operative Marge von 14,1 auf 1,1 Prozent ein, der operative Gewinn schrumpfte auf 413 Millionen Euro. Sonderbelastungen von 3,9 Milliarden Euro — darunter Restrukturierungskosten und Batterieabschreibungen — hinterließen tiefe Spuren. Die Dividende wurde um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie gekürzt.
Parallel schwächelt das China-Geschäft: Die Auslieferungen dort fielen um 26 Prozent auf 42.000 Einheiten. CEO Michael Leiters reagiert mit einem harten Schnitt — das chinesische Händlernetz soll bis Ende 2026 von 150 auf 80 Standorte halbiert werden. Sein übergeordnetes Credo: „Value over Volume“, also weniger Absatz, höhere Profitabilität. Geplante EV-Plattformen werden auf Eis gelegt, Verbrenner und Plug-in-Hybride rücken zurück in den Vordergrund.
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Analysten und der Test am 29. April
Das Bild unter Analysten ist gespalten. Jefferies belässt die Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 41 Euro und sieht unter dem neuen CEO vor allem strategische Kontinuität statt radikalen Wandel. JPMorgan bleibt deutlich optimistischer: Analyst Jose Asumendi hält an „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro fest — ein Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 39,45 Euro. Seit Jahresbeginn steht die Aktie allerdings mit knapp 17 Prozent im Minus.
Am 29. April legt Porsche die Zahlen zum ersten Quartal vor. Erst dann wird erkennbar, ob die angepeilte operative Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent für das Gesamtjahr noch realistisch ist — oder ob die Zollbelastung diesen Korridor bereits enger gemacht hat als das Management einräumen will.
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