Der Stuttgarter Sportwagenbauer zieht im ehemals wichtigsten Einzelmarkt die Reißleine. Angesichts wegbrechender Verkaufszahlen in China halbiert der neue CEO Michael Leiters das dortige Händlernetz nahezu. Die radikale Abkehr von der reinen Volumenjagd hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz des Luxuskonzerns.
Abkehr von der reinen Volumenjagd
Jahrelang galt das Reich der Mitte als sicherer Wachstumsmotor für die Zuffenhausener. Jetzt erzwingen der harte Preiswettbewerb bei Elektroautos und die technologische Aufholjagd lokaler Hersteller ein drastisches Umdenken. Die Verkäufe fielen 2025 um 26 Prozent auf rund 42.000 Fahrzeuge und rutschten damit unter eine psychologisch wichtige Marke. Als Reaktion schrumpft das Vertriebsnetz bis Ende 2026 von ursprünglich 150 auf nur noch 80 Standorte zusammen. Unter dem neuen Paradigma „Value over Volume“ will das Management künftig die Preissetzungsmacht und Markenevidenz über die bloße Verteidigung von Marktanteilen stellen.
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Teurer Umbau belastet die Bilanz
Dieser strategische Schwenk kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Einmalbelastungen von rund 3,1 Milliarden Euro für den Konzernumbau drückten das operative Ergebnis im vergangenen Jahr auf magere 413 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite kollabierte regelrecht von 14,1 auf nur noch 1,1 Prozent. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch auf dem Parkett wider. Mit einem aktuellen Kurs von 37,70 Euro notiert das Papier nur knapp über dem erst in der Vorwoche markierten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust für Anleger bereits auf rund 20 Prozent.
Fokus auf Margen-Erholung
Für das laufende Geschäftsjahr peilt die Führungsetage bei einem anvisierten Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro eine operative Marge zwischen 5,5 und 7,5 Prozent an. Ein wichtiger Treiber für diese erhoffte Erholung ist der anstehende Hochlauf des vollelektrischen Cayenne. Die erste Bewährungsprobe für die verschlankte Vertriebsstruktur steht bereits am 29. April 2026 an, wenn Porsche die detaillierten Geschäftszahlen für das erste Quartal vorlegt.
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