Porsche schnürt ein weiteres Sparprogramm. Vorstandschef Michael Leiters bestätigte: Bis zu den Werksferien im Juli 2026 sollen die Eckpunkte stehen. Der Sportwagenbauer reagiert damit auf ein schwieriges Marktumfeld und kräftig gesunkene Gewinne.

Weniger Autos, mehr Effizienz

Im Zentrum steht die Anpassung der Produktion. Nach rund 280.000 verkauften Fahrzeugen 2025 plant das Management mit niedrigeren Volumina. Leiters‘ Ansage: Porsche müsse auch mit weniger Autos profitabel sein.

Parallel dazu vertieft Porsche die Zusammenarbeit mit Konzernschwester Audi. Ziel sind Synergien, die beiden Marken helfen sollen. Bereits im Herbst 2025 begannen Gespräche über Kostensenkungen und mögliche Stellenstreichungen. Eine erste Sparrunde 2025 führte zum Abbau von rund 3.900 Arbeitsplätzen – darunter 2.000 Zeitarbeitskräfte.

Neue Strategie für die 718er

Die Produktion der Verbrenner-Varianten von Boxster und Cayman ist seit Oktober 2025 Geschichte. Trotzdem will Porsche die preisgünstige 718-Einstiegsbaureihe fortführen, um neue Kunden zu gewinnen. Die nächste Generation wird entgegen früherer Pläne nicht rein elektrisch. Auch künftig soll es Verbrenner-Optionen geben, besonders für Top-Derivate.

Die Aktie notierte zuletzt bei 47,74 Euro. Das sind knapp sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 50,56 Euro. Seit Jahresbeginn liegt das Papier mit rund 0,7 Prozent fast auf null. Der Gewinnrückgang setzte sich auch im ersten Quartal 2026 fort.

Bis Juli müssen Management und Betriebsrat nun die Details des Sparpakets klären. Die Verhandlungen entscheiden mit, ob Porsche seine Kostenstruktur nachhaltig verbessern kann.