Porsche AG Aktie: Steigende Probleme erkennbar!

Porsche trennt sich komplett von Rimac und Bugatti Rimac. Nach einem Krisenjahr mit Mini-Marge streicht der Konzern erstmals seit 2007 die Gewinnbeteiligung.

Porsche AG Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Rimac-Anteile beschlossen
  • Operative Marge auf 1,1 Prozent gefallen
  • Erstmals seit 2007 keine Gewinnbeteiligung
  • Aktie verliert nach Bekanntgabe weiter

Nach einem historischen Gewinneinbruch zieht Porsche die Reißleine. Der Sportwagenbauer trennt sich komplett von seinen Anteilen an Bugatti Rimac und der Rimac Group. Das Management ordnet den Konzern nach einem desaströsen Jahr neu.

Kompletter Rückzug aus dem Joint Venture

Käufer ist ein Konsortium um die Investmentfirmen HOF Capital und BlueFive Capital. Damit gibt Porsche seinen 45-prozentigen Anteil an Bugatti Rimac ab. Parallel dazu verkauft der Konzern seine Beteiligung an der Muttergesellschaft Rimac Group. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Den Abschluss der Transaktion erwartet das Management bis Ende 2026.

Vorstandschef Michael Leiters will sich künftig wieder strikt auf das Kerngeschäft konzentrieren. Das ist dringend nötig. Das vergangene Krisenjahr hinterließ tiefe Spuren in der Bilanz. Vom Milliardenumsatz blieben lediglich 413 Millionen Euro operativer Gewinn hängen. Die Marge stürzte auf magere 1,1 Prozent ab.

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Nullrunde für die Belegschaft

Die finanzielle Talfahrt trifft nun auch die Mitarbeiter hart. Die Folge: Erstmals seit 2007 streicht Porsche die jährliche Gewinnbeteiligung. Davon sind mehr als 27.000 Angestellte an den deutschen Standorten betroffen. Auch der Vorstand geht leer aus. Das Management erhält für das abgelaufene Jahr keinen Bonus und keine Erhöhung der Grundvergütung.

An der Börse verpufft die Nachricht vom Rimac-Ausstieg. Die Porsche-Aktie notiert am Montag bei 40,77 Euro und verliert damit 1,5 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 14 Prozent. Das Luxussegment in China schwächelt. Hinzu kommen ein harter Preiskampf bei Elektroautos und drohende US-Zölle.

Am 29. April meldet Porsche die Zahlen für das erste Quartal. Dieser Bericht liefert den ersten Beweis, ob die harte Sanierung bereits greift. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand eine operative Umsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent an.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.