Die Porsche AG steht unter Druck. Am Freitag senkte die Investmentbank Barclays ihre Einstufung für den Sportwagenbauer von „Equalweight“ auf „Underweight“ – faktisch eine Verkaufsempfehlung. Das Kursziel wurde zeitgleich von 42,50 Euro auf 40,00 Euro gekappt.
Die Begründung der Analysten sitzt: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 20 für 2026 ist die Aktie ihrer Ansicht nach deutlich zu teuer. Zum Vergleich: BMW und Mercedes-Benz kommen auf ähnliche mittelfristige Margenziele von rund 10 Prozent – werden aber weit günstiger gehandelt. Der Luxusstatus von Porsche rechtfertigt die Bewertung offenbar nicht mehr.
Wo bleiben die neuen Modelle?
Besonders kritisch sehen die Barclays-Experten die Produktpipeline. Neue Fahrzeuge werden erst „in zwei bis vier Jahren“ erwartet. Ein neuer Mittelklasse-SUV mit Verbrenner- und Plug-in-Hybridantrieb soll 2027/28 kommen, ein neuer Prestige-SUV mit Verbrennungsmotor erst 2028/29. Bis dahin herrscht Modellstau.
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Verschärft wird die Lage durch geplante Auslaufmodelle: Der ICE-Macan soll 2027 eingestellt werden, der 718 bereits 2026. Die Konsensusprognosen für 2027 hält Barclays daher für zu optimistisch – die Stückzahlen dürften schlicht nicht erreicht werden.
Margenziel bis 2028 außer Reichweite?
Die neuen Mittelfristergebnisse von Porsche peilen eine operative Marge zwischen 10 und 15 Prozent an. Barclays zweifelt daran, dass diese Marke vor 2028 erreicht wird. Die Liste der Belastungsfaktoren ist lang: niedrigere Absatzvolumen, anhaltende US-Zölle, fortlaufende Entschädigungszahlungen an Zulieferer, Schwäche in China, Luxussteuern und die nachlassende Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen.
Seit Jahresanfang hat die Aktie deutlich an Boden verloren. Hoffnungen richten sich nun auf den neuen CEO Michael Leiters, der die Position im Januar übernommen hat. Der ehemalige Porsche-Ingenieur bezeichnete seinen neuen Job als „die spannendste Rolle in der gesamten Automobilbranche“. Ob er den Kurs drehen kann, muss sich erst zeigen. Vorerst dominieren die Bären das Geschehen.
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