Porsche setzt in China auf eine neue Strategie. Der Sportwagenbauer verkleinert sein Händlernetz massiv. Das Ziel: Exklusivität sichern und Margen stabilisieren.
Das Programm „Winning Back China“ markiert einen radikalen Wendepunkt. Bis Ende 2026 reduziert Porsche die Zahl der Verkaufsstellen von 150 auf nur noch 80 Standorte. Das Management stellt damit die Marge konsequent über das reine Absatzvolumen.
Dieser Umbau belastet die Bilanz kurzfristig stark. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr Einmalkosten im hohen dreistelligen Millionenbereich. Parallel dazu drücken hohe Investitionen in neue Elektromodelle wie den Cayenne auf die Cashflow-Marge.
Anleger reagieren positiv auf den Sparkurs. Die Aktie kletterte am Freitag auf 49,70 Euro. Damit liegt der Kurs nur knapp unter dem Jahreshöchststand von 49,98 Euro.
Die Erholung seit dem Tief im März 2026 ist beachtlich. Seit dem Jahrestief bei 35,22 Euro hat das Papier über 41 Prozent gewonnen. Allein in der vergangenen Woche legte der Kurs um 7,41 Prozent zu.
Das Momentum bleibt vorerst stark. Der Titel notiert aktuell deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 44,03 Euro. Ein RSI-Wert von 65,1 deutet auf eine weiterhin hohe Nachfrage hin.
Im Juni 2026 steht die Hauptversammlung an. Die Verwaltung schlägt eine Dividende von 1,01 Euro für die Vorzugsaktie vor. Für die Stammaktie ist ein Euro vorgesehen.
Ein Ausbruch über 50 Euro würde den Aufwärtstrend technisch bestätigen. Die Volatilität bleibt mit rund 34 Prozent jedoch ein Risikofaktor.
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