Der Sportartikelhersteller Puma verlagert seine technologischen Ambitionen zunehmend nach Asien. Mit einem neuen Forschungsabkommen in China und dem Großaktionär Anta im Rücken soll der historisch schwache Absatz im Reich der Mitte angekurbelt werden. Dieser strategische Schritt fällt in eine operativ äußerst schwierige Phase, die dem Konzern zuletzt tiefe rote Zahlen bescherte.
Neues Labor für den Asien-Markt
Im Zentrum der Neuausrichtung steht ein dediziertes Labor im chinesischen Suzhou. Gemeinsam mit dem lokalen Spezialisten Shincell New Materials entwickelt Puma dort die nächste Generation seiner Schaumstofftechnologie für Hochleistungs-Laufschuhe. Diese lokale Infrastruktur vor Ort passt exakt zu den Plänen des neuen Großaktionärs Anta Sports Products. Anta übernimmt gut 29 Prozent der Puma-Anteile und will gezielt das Wachstum in China beschleunigen. Bislang erwirtschaftet der fränkische Konzern dort lediglich rund sieben Prozent seines Jahresumsatzes.
Operative Altlasten bremsen
Die ehrgeizigen Expansionspläne überlagern eine angespannte fundamentale Lage. Das Aufräumen übervoller Lager und die Kosten der Restrukturierung führten 2025 zu einem Rekordverlust von fast 644 Millionen Euro. Auch für das laufende Jahr rechnet CEO Arthur Hoeld mit einem operativen Fehlbetrag zwischen 50 und 150 Millionen Euro. Eine Rückkehr zum Wachstum stellt das Management erst für 2027 in Aussicht.
Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Nach einer kurzen, durch Eindeckungskäufe von Leerverkäufern getriebenen Rally notiert das Papier aktuell bei 21,34 Euro. Damit liegt der Kurs wieder knapp vier Prozent unter der viel beachteten 50-Tage-Linie. Einziger Lichtblick ist der zügige Lagerabbau, der schneller als erwartet verläuft und bis Jahresende ein Normalniveau erreichen soll. Dies gilt als zentrale Voraussetzung für eine künftige Margenerholung.
Anleger müssen sich vorerst auf eine finanzielle Durststrecke einstellen, da das Management als direkte Folge des negativen Konzernergebnisses eine Nullrunde bei der Dividende für 2025 vorschlägt. Konkrete Daten zum operativen Fortschritt der Neuausrichtung liefern die anstehenden Unternehmens-Termine:
- 30. April 2026: Veröffentlichung der Quartalszahlen (Q1 2026)
- 19. Mai 2026: Hauptversammlung (Abstimmung über den Dividendenverzicht)
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