Anta Sports übernimmt 29,6 Prozent der Puma-Anteile von der französischen Milliardärsfamilie Pinault – für 1,15 Milliarden Euro. Der chinesische Sportartikelriese zahlt dabei 35 Euro je Aktie und wird damit zum größten Einzelaktionär des Herzogenauracher Konzerns. Die Puma-Aktie schoss am Dienstag zunächst um über 21 Prozent nach oben, konnte die Gewinne aber nicht vollständig halten und schloss mit einem Plus von 9 Prozent bei 23,58 Euro.
Keine Übernahme geplant
Die Citi hebt nach einer Telefonkonferenz mit Anta die entscheidende Botschaft hervor: Der chinesische Konzern plant derzeit nicht, Puma von der Börse zu nehmen. Dies bedeute faktisch, dass keine weiteren Aktien erworben würden. Hintergrund: Das deutsche Übernahmegesetz schreibt ein verpflichtendes Übernahmeangebot vor, sobald die 30-Prozent-Schwelle erreicht oder überschritten wird. Mit 29,6 Prozent bewegt sich Anta strategisch knapp unterhalb dieser Grenze.
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Ein Gebot an die freien Aktionäre erwarten Marktteilnehmer aktuell nicht. Das erklärt auch die deutliche Diskrepanz zwischen dem gezahlten Preis von 35 Euro und dem aktuellen Börsenkurs von 23,58 Euro.
Strategische Neuausrichtung
Anta Sports verfolgt mit dem Einstieg das Ziel, die globale Markenpräsenz zu stärken. Die Transaktion beendet zugleich die jahrzehntelange Ära der Familie Pinault als dominierender Aktionär bei Puma. BlackRock meldete am 27. Januar 2026 ebenfalls eine Veränderung seiner Position: Der Vermögensverwalter hält nun 2,83 Prozent der Stimmrechte direkt und weitere 0,46 Prozent über Finanzinstrumente – insgesamt 3,30 Prozent.
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Barclays sieht Potenzial
Die britische Investmentbank Barclays hob am Dienstag das Kursziel für Puma von 16 auf 22 Euro an, beließ die Einstufung aber bei „Equal Weight“. Analystin Carole Madjo passte ihre Schätzungen vor der Jahresbilanz 2025 an, die Ende Februar erwartet wird. Dabei berücksichtigte sie auch die Trennung vom Anteil am Joint-Venture Puma United.
Der DAX zeigte sich am Dienstag nahezu unverändert und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 24.894 Punkten. Der schwache Dollar sorgt für Gegenwind bei deutschen Exporteuren – der Euro notiert knapp unter 1,20 Dollar. Dies dürfte zusammen mit drohenden US-Zöllen 2026 die Margen belasten.
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