Neue Allzeithochs, eine mögliche Zollrückerstattung von 80 Millionen Euro — und trotzdem ein operativer Verlust bis mindestens Ende 2026. Puma steckt in einem Übergangsjahr, das Anleger auf eine harte Probe stellt.
80 Millionen Euro aus Washington?
Ein Urteil des US Supreme Court vom Februar 2026 könnte Pumas US-Tochter zur Rückforderung von rund 80 Millionen Euro an gezahlten Zöllen berechtigen. Gemeinsam mit über 1.000 anderen Unternehmen hatte Puma vor einem New Yorker Bundesgericht auf Erstattung geklagt. Die US-Zollbehörde bereitet nun ein Antragsportal vor — erste Auszahlungen sollen frühestens ab Ende April möglich sein.
Auf schnelle Überweisungen sollten Anleger allerdings nicht zählen. Importeure müssen ihre Ansprüche aktiv anmelden, die Bearbeitung dürfte sich hinziehen. Parallel plant die US-Regierung neue Zölle auf anderer Rechtsgrundlage — das handelspolitische Umfeld bleibt damit volatil.
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Analysten erwarten schwaches Auftaktquartal
Am 30. April legt Puma die Zahlen zum ersten Quartal vor. mwb research rechnet mit einem Umsatz von 1,83 Milliarden Euro — gegenüber 2,07 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum ein deutlicher Rückgang. Das EBIT sehen die Analysten zwischen 20 und 35 Millionen Euro, nach 70 Millionen Euro im Vorjahr. Als Bremsen gelten die laufende Bereinigung im Großhandel in Nordamerika sowie anhaltende Unsicherheiten im China-Geschäft.
Die UBS bestätigt ihr „Neutral“-Rating mit einem Kursziel von 23 Euro — und damit deutlich unter dem aktuellen Kurs von 24,75 Euro. Die Bank sieht zwar Puma strukturell auf Kurs, warnt aber vor einem komplexeren Umfeld seit März: Der Iran-Krieg und aggressive Schritte von Nike im Großhandel dürften positive Überraschungen im Quartalsbericht erschweren.
Verluste noch bis 2027 — aber Lichtblicke
Das fundamentale Bild ist nüchtern. Im Geschäftsjahr 2025 sank der Umsatz um 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, das EBIT rutschte auf minus 357 Millionen Euro. CEO Arthur Hoeld hat für 2026 einen weiteren operativen Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist erst für 2027 geplant.
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Positive Signale kommen vom Lagerabbau, der schneller voranschreitet als erwartet und bis Jahresende ein Normalniveau erreichen soll. Auch die Markenpräsenz gewinnt an Kontur: Elf Nationalmannschaften werden zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 mit Puma-Ausrüstung auflaufen, eine Pokémon-Kollektion war im April binnen kurzer Zeit ausverkauft.
Leerverkäufer trotz Kursrally aktiv
Die Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten rund 28 Prozent zu und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig liegt die Short-Quote bei 8,08 Prozent — mehr als doppelt so hoch wie der Zwölfmonatsdurchschnitt von 3,41 Prozent. Leerverkäufer wetten damit weiterhin auf eine Korrektur.
Der 30. April wird zeigen, ob Puma die konservative Planung tatsächlich übertrifft — oder ob die Belastungen aus Nordamerika und China schwerer wiegen als erwartet. Die Hauptversammlung am 19. Mai dürfte dann zum Gradmesser werden, wie das Management den Weg in Richtung 2027 kommuniziert.
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