Die PUMA-Aktie legte am Donnerstag kräftig zu und erreichte den höchsten Stand seit Mai. Auslöser war ein Reuters-Bericht über ein konkretes Übernahmeangebot des chinesischen Sportartikelherstellers Anta Sports für den 29-prozentigen Anteil der französischen Pinault-Familie.
Nach Informationen von Reuters hat Anta, der Eigentümer von Jack Wolfskin, sein Angebot bereits vor einigen Wochen vorgelegt. Die Finanzierung sei bereits gesichert. Die Familien-Holding Artemis hat jedoch noch nicht reagiert – sie soll Angebote von über 40 Euro pro Aktie erwarten. Weder Artemis noch PUMA wollten sich zu den Gerüchten äußern. Auch Anta gab keine Stellungnahme ab.
Pinault sucht seit Monaten nach Käufer
Die Geschichte hat eine längere Vorgeschichte. Bereits Ende August berichtete Bloomberg, dass die Familie Pinault verschiedene Optionen für ihre PUMA-Beteiligung prüfe. Damals wurden neben Anta auch der chinesische Konkurrent Li Ning als mögliche Interessenten genannt. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Familie bei einem Verkauf einen erheblichen Aufschlag verlangen würde.
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Ende November verdichteten sich die Spekulationen erneut, als Bloomberg berichtete, Anta gehöre zu den Unternehmen, die eine mögliche Übernahme konkret prüften.
Schwierige Marktposition belastet PUMA
Die Übernahmefantasie kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für PUMA. Der Sportartikelhersteller hat in den vergangenen Jahren deutlich an Boden verloren. Die Kollektionen wirken austauschbar und ohne markanten Charakter. Zwischen den Branchengiganten Adidas und Nike auf der einen und aufstrebenden Trend-Marken auf der anderen Seite gerät PUMA zunehmend unter Druck.
Könnte eine chinesische Beteiligung den Turnaround bringen? Anta verfügt über starke Vertriebskanäle im wichtigen asiatischen Markt und hat mit der erfolgreichen Übernahme von Jack Wolfskin bereits Erfahrung mit internationalen Sportmarken bewiesen. Die im nachbörslichen Tradegate-Handel zeitweise um 9,40 Prozent gestiegene Aktie zeigt jedenfalls, dass Anleger auf frischen Wind hoffen.
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