Die Mantelgesellschaft Real Asset Acquisition Corp. hat ihren Zweck erfüllt. Nach Abschluss des Unternehmenszusammenschlusses mit IQM Quantum Computers handelt das fusionierte Unternehmen nun unter dem Kürzel IQMX – und das gleich an zwei Börsenplätzen.

Nachdem die American Depositary Shares bereits gestern am Nasdaq Global Select Market in den USA gestartet waren, nahm die Aktie heute auch den Handel am regulierten Markt von Nasdaq Helsinki auf. Insgesamt wurden 262.462.360 Aktien zum Handel zugelassen. Damit ist IQM die 26. Notierung an den nordischen Nasdaq-Märkten in diesem Jahr und die siebte an der Helsinki-Börse allein.

Liquidität und Marktpflege gesichert

Für den Handelsstart hat IQM mit dem finnischen Marktpfleger Lago Kapital eine Vereinbarung getroffen, die den Anforderungen des Liquiditätsprogramms von Nasdaq Helsinki entspricht. Lago stellt an mindestens 85 Prozent der fortlaufenden Handelssitzung verbindliche Geld- und Briefkurse, die maximale Spanne liegt bei vier Prozent des Geldkurses. Die zunächst auf drei Monate angelegte Vereinbarung soll den Titel gerade für Privatanleger handelbarer machen und die Kursstellung zwischen der finnischen Notiz und den US-Depositary Shares angleichen.

Aus der abgeschlossenen Transaktion verfügt das Unternehmen weiterhin über eine Pro-forma-Liquiditätsposition von 337 Millionen Euro. Operativ hat IQM nach eigenen Angaben weltweit bereits 23 Quantencomputer verkauft – nach Unternehmensangaben mehr als jeder andere Hersteller in diesem Segment. Kunden reichen von Forschungszentren wie dem Leibniz-Rechenzentrum in Deutschland bis zum Oak Ridge National Laboratory des US-Energieministeriums.

Was die Doppelnotiz bedeutet

Mit dem parallelen Listing in Helsinki und an der Nasdaq in den USA ist IQM das erste europäische Quantencomputing-Unternehmen, das an einer großen US-Börse notiert ist, und zugleich das zweite nordische Nasdaq-Unternehmen in diesem Jahr mit einer solchen Doppelnotiz. Das 2018 gegründete Unternehmen mit Sitz in Espoo und einem wichtigen Standort in München beschäftigt mittlerweile mehr als 400 Mitarbeiter.

Für die kommenden Wochen dürfte sich zeigen, wie sich die Kursstellung zwischen den beiden Handelsplätzen einspielt und ob das Marktpflegeprogramm die angestrebte Stabilität liefert.