Red Cat Holdings bringt die Lehren aus dem Ukraine-Krieg auf den Markt. In Paris feierte das neue Drohnensystem „Hellcat“ Premiere. Anleger reagieren elektrisiert auf die technische Neuvorstellung.

Technik für schwieriges Gelände

Die Hellcat basiert auf der bewährten Black-Widow-Plattform. Sie erreicht Flugzeiten von über 50 Minuten bei einer Reichweite von elf Kilometern. Das System ist speziell für den Einsatz in Gebieten ohne GPS-Empfang konzipiert.

Die Architektur folgt NATO-Standards für eine bessere Zusammenarbeit mit Partnern. Dazu kommt eine Drei-Kamera-Nutzlast für die nötige Übersicht im Feld. Das Gerät ist so kompakt, dass Soldaten es im Rucksack transportieren können.

Umsatzsprung und Kapitalpolster

Finanziell befindet sich Red Cat in einer Phase des schnellen Wachstums. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 auf 15,5 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 1,6 Millionen Dollar.

Der operative Verlust belief sich derweil auf rund 27 Millionen Dollar. Um das Wachstum zu finanzieren, sammelte das Unternehmen im Mai 225 Millionen Dollar über eine Aktienemission ein. Zum Quartalsende verfügte Red Cat über liquide Mittel von knapp 132 Millionen Dollar.

Kurssprung zum Wochenstart

An der Börse legte die Aktie am Montag um gut sieben Prozent auf 10,38 Euro zu. Damit notiert das Papier etwa neun Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 9,50 Euro. Die Kurserholung stabilisiert das Chartbild nach der volatilen Phase der letzten Wochen.

Red Cat positioniert sich nun als Finalist im „Drone Dominance“-Programm des US-Pentagons. Die Produktionskapazitäten sind laut Management bereits für einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar gerüstet. Ein Erfolg bei der US-Ausschreibung bleibt der zentrale Faktor für die künftige kommerzielle Reichweite.