Der australische Sanitär- und Badausstatter Reece Ltd. hat am 22. Februar 2026 seine Halbjahreszahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und die zeigen ein deutliches Bild: Während der Umsatz um 6 Prozent auf 4,6 Milliarden australische Dollar kletterte, brach der Nettogewinn um 20 Prozent auf 144 Millionen Dollar ein. Das operative Ergebnis (EBIT) sank sogar um 14 Prozent auf 262 Millionen Dollar.
Die Börse reagierte überraschend positiv: Die Aktie legte am Handelstag um rund 14 Prozent zu und notierte bei 15,88 australischen Dollar. Offenbar hatten Anleger mit noch schlechteren Zahlen gerechnet – oder sie setzen darauf, dass die aggressive Expansionsstrategie des Unternehmens langfristig Früchte trägt.
Schwache Märkte belasten die Nachfrage
Der Grund für die Gewinneinbußen liegt vor allem in den verhaltenen Wohnungsmärkten in Australien, Neuseeland und den USA. CEO Peter Wilson erklärte, dass die gedämpfte Nachfrage im Neubauwohnungsbereich das Geschäft belastet. Gleichzeitig investiert Reece massiv in den Ausbau seines Filialnetzes: Im ersten Halbjahr eröffnete das Unternehmen 23 neue Standorte – vier in Australien und Neuseeland, 19 in den USA. Das treibt die Kosten nach oben und drückt auf die Margen.
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In der Region Australien/Neuseeland wuchs der Umsatz um 4 Prozent, während das EBIT um 7 Prozent zurückging. In den USA legte der Umsatz zwar um 6 Prozent zu, doch das operative Ergebnis stürzte um 26 Prozent ab. Besonders der schwache Neubaumarkt in den Sunbelt-Staaten macht dem Unternehmen zu schaffen. Auf vergleichbarer Basis gingen die US-Verkäufe sogar leicht zurück.
Vorsichtiger Ausblick trotz grüner Triebe
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Reece mit einem EBIT zwischen 520 und 540 Millionen Dollar. Das bedeutet im besten Fall eine Stagnation gegenüber dem Vorjahr. Wilson betonte, dass man mit Blick auf den Rest des Geschäftsjahres vorsichtig bleibe und keine wesentliche Verbesserung der Nachfrage erwarte. Zwar gebe es in Australien erste Anzeichen einer Erholung am Wohnungsmarkt, doch die jüngste Zinserhöhung könnte diese Entwicklung wieder ausbremsen. In den USA bleibe die Nachfrage im Wohnungsbau schwach, und auch der Wettbewerb im Waterworks-Segment sei intensiv.
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Die Dividende für das erste Halbjahr wurde auf 5,44 Cent je Aktie festgesetzt – ein Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausschüttung erfolgt am 1. April 2026 für Aktionäre, die am 18. März im Register stehen.
Trotz des schwierigen Umfelds hält Reece an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest. Das Unternehmen betreibt mittlerweile 680 Filialen in Australien und Neuseeland sowie 286 Standorte in den USA. Die Eigenkapitalrendite sank allerdings von 13 Prozent auf 10,8 Prozent – ein Zeichen dafür, dass die Investitionen vorerst stärker zu Buche schlagen als die Erträge. Ob sich die Wette auf Expansion auszahlt, wird sich zeigen, wenn die Immobilienmärkte wieder anziehen.
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