Der französische Spirituosenhersteller Remy Cointreau hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Nach Monaten der Schwäche stiegen die Umsätze um 2,8 Prozent auf organischer Basis auf 245,8 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,7 Prozent gerechnet. Für die ersten neun Monate bleibt allerdings ein Minus von 1,9 Prozent organisch beziehungsweise 6,6 Prozent auf berichteter Basis stehen – die Umsätze sanken auf 735,4 Millionen Euro.
Die Erholung verdankt das Unternehmen vor allem dem US-Geschäft, das im vierten Quartal in Folge zulegte. Die Nachfrage beim Handel verbesserte sich spürbar, während gleichzeitig eine günstige Vergleichsbasis half. Anders sieht es in China aus: Der wichtige Absatzmarkt schwächelte weiterhin, belastet durch das späte Timing des chinesischen Neujahrsfestes. Bereinigt um diesen Kalendereffekt blieb die Performance aber nahezu stabil.
Cognac-Sparte kehrt ins Plus zurück
Das Kerngeschäft mit Cognac, das rund 70 Prozent der Erlöse ausmacht, wuchs im dritten Quartal um 3,2 Prozent organisch auf 150,2 Millionen Euro. Experten hatten hier nur mit einem Anstieg von 1,4 Prozent kalkuliert. Über neun Monate betrachtet liegt die Sparte allerdings noch 4,3 Prozent im Minus bei 450,4 Millionen Euro. Die Marke Remy Martin profitierte besonders in den USA vom aufgehellten Marktumfeld.
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In der Region Asien-Pazifik gab es neben China auch positive Signale: Der Rest Asiens legte deutlich zu, getrieben durch die Cognac-Sparte. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika kehrte ebenfalls ins Plus zurück – hier punkteten Remy Martin VS in Afrika und eine spürbare Belebung in Europa.
Liköre trotzen dem schwierigen Umfeld
Die Sparte Liköre und Spirituosen steigerte ihre Verkäufe im dritten Quartal ebenfalls um 2,8 Prozent organisch auf 90,3 Millionen Euro. Cointreau und The Botanist zeigten sich in Amerika erstaunlich widerstandsfähig, obwohl der Gesamtmarkt zum Jahresende verhalten blieb. In Europa sprangen auch Metaxa und Cointreau an. Über neun Monate erreichte die Sparte ein Plus von 3,7 Prozent auf organischer Basis.
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Die Partnermarken hingegen brachen ein: Im dritten Quartal gingen die Erlöse um 9,3 Prozent zurück, über neun Monate sogar um 26,3 Prozent auf nur noch 12,0 Millionen Euro.
Prognose bestätigt – Gewinn unter Druck
Das Management um den neuen CEO Franck Marilly hält an seiner Jahresprognose fest: Organisch soll der Umsatz zwischen stabil und niedrig einstellig wachsen. Beim operativen Gewinn rechnet Remy Cointreau allerdings mit einem organischen Rückgang zwischen niedrig zweistellig und Mitte der Zehnerprozentmarke. Zusätzliche Zölle in China und den USA belasten mit geschätzt 25 Millionen Euro.
Währungseffekte verschärfen die Lage: Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen negative Auswirkungen von 50 bis 60 Millionen Euro beim Umsatz und 25 bis 30 Millionen Euro beim Gewinn. Die schwachen Dollar- und Renminbi-Kurse machen sich bemerkbar. Gleichzeitig will Remy Cointreau weiter kräftig in China und den USA investieren, um die Erholung zu festigen. Anfang 2026 startete zudem ein umfassendes Transformationsprogramm mit externer Beratung, das bis April laufen und Wertsteigerungspotenziale identifizieren soll.
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