Der internationale Markt für Börsengänge zeigt sich zweigeteilt. Während der breite Tech-Sektor korrigiert, halten sich viele Neulinge erstaunlich stabil. Für den Renaissance International IPO ETF bedeutet das eine Phase extremer Schwankungen.

Der ETF beendete die vergangene Woche bei 24,97 USD. Das entspricht einem Rückgang von 4,54 Prozent innerhalb von sieben Tagen. Auf Monatssicht steht jedoch noch immer ein Plus von rund zehn Prozent zu Buche.

Starke Debüts stützen das Portfolio

Einige Neulinge lieferten zuletzt massive Kursgewinne. Circuit Fabology schoss nach dem Börsendebüt um 104 Prozent nach oben. Parallel dazu kletterte SG Micro um 47 Prozent. Solche Ausreißer dämpfen den Abwärtsdruck durch den allgemeinen Tech-Ausverkauf.

Die Pipeline für neue Listings bleibt derweil gut gefüllt. In Hongkong bereiten sich Unternehmen wie Anker und Crealights auf ihren Sprung aufs Parkett vor. In Warschau steht das Debüt des Immobilienentwicklers ROBYG an. Das institutionelle Interesse an frischem Eigenkapital scheint ungebrochen.

Technische Lage im neutralen Bereich

Der ETF notiert aktuell knapp fünf Prozent unter seinem Rekordhoch von 26,25 USD. Mit einem Relative-Stärke-Index von 58,8 Punkten bewegt sich der Kurs in einer neutralen Zone. Die Notierung bleibt dabei stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt.

Die Volatilität bleibt mit annualisierten 47,51 Prozent jedoch hoch. Investoren blicken nun verstärkt auf die Profitabilität. In einem Umfeld potenzieller Zinserhöhungen in Europa rücken Unternehmen mit echtem Cashflow in den Fokus. Rein spekulative Wachstumsversprechen dürften es im zweiten Halbjahr schwerer haben.

Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf dem chinesischen Markt. Dort treiben vor allem Halbleiter-Firmen das Emissionsvolumen auf Rekordniveau. Die Entwicklung dieser Zukunftsindustrien wird maßgeblich bestimmen, ob der ETF sein Kursniveau halten kann.