Renault Aktie: Elektro-Offensive zahlt sich aus

Renault steigert 2025 den weltweiten Fahrzeugabsatz um 3,2% und wächst damit doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Das Wachstum wird von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie internationalen Märkten getragen.

Renault Aktie
Kurz & knapp:
  • Weltweiter Absatz steigt auf 2,34 Millionen Fahrzeuge
  • Elektroauto-Verkäufe in Europa wachsen um 76,7 Prozent
  • Internationale Märkte legen um 11,7 Prozent zu
  • Sportmarke Alpine verdoppelt Absatz mehr als

Der französische Autobauer Renault hat 2025 weltweit 2,34 Millionen Fahrzeuge verkauft – ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wuchs das Unternehmen doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt, der nur um 1,6 Prozent zulegte. Besonders bemerkenswert: Alle drei Konzernmarken legten zu.

Die Kernmarke Renault lieferte 1,63 Millionen Fahrzeuge aus, ein Anstieg von 3,2 Prozent. Die Budgetmarke Dacia verkaufte 697.408 Einheiten, was einem Wachstum von 3,1 Prozent entspricht. Alpine, die Sportwagensparte, verzeichnete einen spektakulären Sprung: Mit 10.970 verkauften Fahrzeugen mehr als verdoppelte die Marke ihr Vorjahresergebnis – ein Plus von 139,2 Prozent.

Elektrofahrzeuge als Wachstumstreiber

Die Zahlen offenbaren eine klare Strategie: Renault setzt massiv auf Elektrifizierung. In Europa verkaufte der Konzern rund 194.000 Elektrofahrzeuge – ein Zuwachs von beeindruckenden 76,7 Prozent. Der Anteil von E-Autos an den europäischen Pkw-Verkäufen kletterte auf 20,2 Prozent.

Auch Hybridfahrzeuge erlebten einen Boom. Etwa 400.000 Hybrid-Modelle fanden in Europa Käufer, was einem Anstieg von 35,1 Prozent entspricht. Dacia allein setzte über 113.000 Hybride ab – ein Wachstum von 121,7 Prozent gegenüber 2024.

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Internationale Märkte kompensieren Europa-Schwäche

Während Renault in Europa nur um 0,5 Prozent wuchs, explodierten die internationalen Verkäufe regelrecht: plus 11,7 Prozent. Südkorea legte um 55,9 Prozent zu, Marokko um 44,8 Prozent und Lateinamerika um 11,3 Prozent. Der Anteil internationaler Märkte am Renault-Markenvolumen stieg auf 38 Prozent – ein Zuwachs von 2,9 Prozentpunkten.

Diese geografische Diversifizierung erweist sich als Stärke. „Unser Wachstum basiert auf starker lokaler Produktion“, erklärte Ivan Segal, globaler Vertriebs- und Operationsdirektor. Durch lokale Fertigung in den meisten Absatzmärkten umgeht Renault weitgehend die Risiken eines volatilen Zollumfelds.

Transporter bremsen das Wachstum

Nicht alles glänzt bei den Franzosen. Der Verkauf leichter Nutzfahrzeuge brach in Europa um 21 Prozent ein. Insgesamt gingen die Transporter-Verkäufe um 16,5 Prozent auf 336.505 Einheiten zurück. Immerhin: Im zweiten Halbjahr 2025 verlangsamte sich der Rückgang auf 10,6 Prozent, nachdem er in der ersten Jahreshälfte noch bei 29,6 Prozent gelegen hatte.

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Pkw-Verkäufe kompensierten die Schwäche teilweise. In Europa stiegen die Pkw-Absätze um 5,9 Prozent – deutlich stärker als der Markt mit 2,3 Prozent. Die Bestseller Clio und Sandero trieben das Wachstum, besonders im C-Segment zeigte Renault Stärke.

Frankreich bleibt Heimatmarkt Nummer eins

Mit 533.692 verkauften Fahrzeugen und einem Marktanteil von 26,8 Prozent dominiert Renault weiterhin den heimischen Markt. Frankreich bleibt der größte Einzelmarkt vor Italien, Spanien, der Türkei und Deutschland. Außerhalb Europas zählen Brasilien, Marokko und Argentinien zu den wichtigsten Absatzregionen.

Für 2026 kündigt Renault weitere Modelleinführungen an – sowohl Verbrenner als auch Hybride und Elektrofahrzeuge in Europa. Auch in den internationalen Märkten sollen neue Modelle folgen. Die vollständigen Finanzergebnisse für 2025 legt der Konzern am 19. Februar vor.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.