Die Aktie des japanischen Chipkonzerns schoss heute in Tokio um 6,4 Prozent nach oben auf 2.739,50 Yen. Der Grund: Renesas verkauft sein Timing-Geschäft für drei Milliarden Dollar an SiTime Corporation. Doch die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr zeichnen ein durchwachsenes Bild.
Verlust trotz solider Marge
Für das Geschäftsjahr 2025 (endete am 31. Dezember) musste Renesas einen Nettoverlust von 80,6 Milliarden Yen ausweisen – nach einem Gewinn von 529,2 Milliarden Yen im Vorjahr. Hauptverantwortlich waren drastisch gestiegene Finanzierungskosten und Abschreibungen auf Wolfspeed-Beteiligungen. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 1,32 Billionen Yen. Immerhin: Der operative Gewinn hielt sich mit 201,2 Milliarden Yen nur knapp unter Vorjahr.
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Das Automotive-Geschäft schwächelte mit einem Minus von neun Prozent, während der Bereich Industrial, Infrastructure und IoT um 5,5 Prozent zulegte. CEO Hidetoshi Shibata zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Das vierte Quartal war besser als erwartet. Die Nachfrage, insbesondere im KI-Bereich, entwickelt sich robust.“
KI-Geschäft soll sich verdoppeln
Für das erste Quartal 2026 (bis 31. März) prognostiziert Renesas einen bereinigten Umsatz zwischen 367,5 und 382,5 Milliarden Yen – ein Wachstum von 19 bis 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge soll auf 32 Prozent klettern. Shibata kündigte an, dass sich das KI-Geschäft im laufenden Fiskaljahr voraussichtlich verdoppeln werde. Treiber sind vor allem digitale Power-Lösungen für KI-Rechenzentren und ASIC-Anwendungen der Hyperscaler.
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Der Verkauf des Timing-Geschäfts folgt einer klaren Strategie: Renesas will sich auf sein Kerngeschäft mit Mikrocontrollern und Mixed-Signal-Chips konzentrieren. Die Transaktion besteht je zur Hälfte aus Bargeld und SiTime-Aktien. Das Unternehmen plant, die Mittel für Wachstumsinvestitionen, Schuldenabbau oder Aktionärsrendite einzusetzen. Der Abschluss wird bis Ende 2026 erwartet.
Beim Lagerbestand fährt Renesas eine neue Gangart: Das Ziel wurde von 120 auf 150 Tage erhöht. Grund sind die starke KI-Nachfrage, geopolitische Lieferkettenrisiken und die Notwendigkeit, bei kritischen Rohstoffen Puffer aufzubauen. Für das Gesamtjahr 2026 gab das Management bewusst keine Zahlen-Prognose ab – die Unsicherheit in der Halbleiterbranche bleibt hoch.
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