Eine Waffenruhe im Nahen Osten sorgt für Aufatmen an den Märkten. Bei Renk mischt sich in die Erleichterung allerdings Vorsicht. Der Augsburger Antriebsspezialist kämpft mit einem konkreten Exportrisiko.
Die Aktie schloss am Freitag bei 54,71 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von gut drei Prozent. Mit einem RSI von 29,3 befand sich der Titel zuvor im überverkauften Bereich. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran entspannen das Marktumfeld. Europäische Rüstungswerte profitieren von dieser allgemeinen Erholung.
Das Embargo als Bremsklotz
Ein spezifisches Problem belastet den Konzern weiterhin. Rund 80 bis 100 Millionen Euro Umsatz hängen von ausstehenden Exportlizenzen für Israel ab. Verlängert die Bundesregierung das Embargo, wackelt die Jahresprognose. Eine Anpassung der Ziele nach unten wäre die logische Konsequenz. Das drückt auf die Stimmung der Investoren.
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Dem gegenüber stehen starke Fundamentaldaten. Die Renk Group sitzt auf einem Rekord-Auftragsbestand von 6,7 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. CEO Sagel peilt beim operativen Gewinn die obere Hälfte der Zielspanne an.
Zusätzlichen Rückenwind bringt das internationale Geschäft. Die US-Tochter des Konzerns sicherte sich kürzlich Aufträge im Wert von 50 Millionen Dollar. Das unterstreicht die wachsende globale Präsenz abseits der europäischen Heimatmärkte.
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Der Blick auf die Kasse
Der nächste Härtetest folgt am 6. Mai. Dann präsentiert Renk die Zahlen für das erste Quartal. Im Fokus steht dabei ein verschobenes Auftragsvolumen von 200 Millionen Euro. Diese Gelder rutschten vom alten in das neue Geschäftsjahr.
Die Folge: Die Cash Conversion Rate fiel auf 47 Prozent. Üblich sind bei dem Antriebsspezialisten deutlich höhere Quoten. Gehen die verschobenen Vorauszahlungen nun nicht zügig ein, droht ein charttechnischer Rückschlag. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von fast 89 Euro ist ohnehin groß.
Die Vorlage der Quartalsbilanz Anfang Mai liefert die fehlenden Puzzleteile. Bestätigt Renk den Eingang der verzögerten Zahlungen, rückt der operative Wachstumskurs wieder in den Vordergrund. Bleibt das Geld aus, nähert sich der Kurs schnell wieder dem Jahrestief bei 46,64 Euro.
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